Annika BenzingDie iranischen Revolutionsgarden behalten sich das Recht auf Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, teilte die Elite-Einheit Staatsmedien zufolge mit. Zudem gaben die Revolutionsgarden an, Luftabwehreinheiten hätten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen. Sie hätten außerdem auf einen Kampfjet geschossen, nachdem dieser in den iranischen Luftraum eingedrungen sei.Petrina EngelkeRubio geht von tagelangen Verhandlungen mit dem Iran ausDie Verhandlungen mit dem Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Katar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was »noch einige Tage dauern« könne, sagte er am Rande eines Besuchs in Indien. „Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt.“US-Außenminister Marco RubioUS-Präsident Donald Trump habe »den Wunsch geäußert, eine Einigung zu erzielen«, sagte Rubio. »Er wird entweder einen guten Deal abschließen – oder gar keinen.«Die jüngsten US-Angriffe im Iran brachte Rubio in einen Zusammenhang mit der Straße von Hormus. »Die Meerengen müssen offen sein, sie werden offen sein, auf die eine Art oder die andere«, sagte Rubio. Das US-Militär hatte die Angriffe als Maßnahme der »Selbstverteidigung« bezeichnet.Ulrike TschirnerHisbollah meldet Angriffe auf israelische ArmeekasernenDie proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Israel angegriffen. Es seien im Norden des Nachbarlandes drei Armeekasernen und ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilte die Miliz mit. Sie begründete ihre Angriffe mit »Verstößen gegen die Waffenruhe« durch Israel – das wiederum angekündigt hat, seine Angriffe auf die Hisbollah zu verstärken. Die Attacken auf die israelischen Militäreinrichtungen sollen gestern Mittag in kurzen Abständen erfolgt sein.Ulrike TschirnerUSA attackieren Ziele im IranDas US-Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe im Süden des Iran geflogen. Getroffen worden seien Boote, die versuchten, Minen zu verlegen, sowie Raketenabschussrampen, teilte das zuständige Zentralkommando mit. Die USA bezeichneten die Einsätze als Verteidigungsmaßnahme. Iranische Staatsmedien meldeten nahe der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote durch einen US-Angriff.Mehr dazu können Sie hier nachlesen: Ulrike TschirnerIranisches Uran soll laut Trump zerstört werdenUS-Präsident Donald Trump hat sich erneut zum angereicherten Uran im Iran geäußert. Entweder es werde »sofort« an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb Trump auf seiner Plattform. Der Prozess solle von Atomenergieexperten überwacht werden, ergänzte der US-Präsident und verwies auf eine »Atomenergiekommission«. Unklar ist, ob er damit eine US-Behörde oder die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien meint.Offen ist auch, ob Trump einen vereinbarten Stand aus den Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Kriegsende wiedergab – oder ob es sich um eine Forderung der US-Regierung handelt. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran des Iran ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Petrina EngelkeIran meldet Explosionen in Orten an der Straße von HormusIn der iranischen Stadt Bandar Abbas und weiteren Küstengebieten an der Straße von Hormus sollen laut staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Explosionen zu hören gewesen sein. Der Agentur Tasnim zufolge waren in der Stadt Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Lage sei unter Kontrolle, meldete wenig später die Agentur Mehr. Die Agentur Fars meldete ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask, die ebenfalls an der Straße von Hormus liegen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.Johanna SetheIsrael kündigt Verstärkung der Angriffe auf Hisbollah an Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angekündigt, die Angriffe auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon zu verstärken und die Intensität zu erhöhen. Israel befinde sich in einem »Krieg mit der Hisbollah«, sagte Netanjahu in einem Video auf Telegram. Ziel sei es, die Hisbollah zu »zerschlagen«. Die Hisbollah greife Israel mit verschiedenen Arten von Drohnen an, sagte Netanjahu weiter. Ein Spezialteam arbeite daran, dieses Problem zu lösen. Nach Veröffentlichung des Videos teilten die israelischen Streitkräfte mit, sie griffen Ziele der Miliz in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanons an. Aus Sorge vor einer israelischen Offensive flohen libanesischen Sicherheitskreisen zufolge zahlreiche Menschen aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Israel betrachtet diese Gebiete als Zentrum der Hisbollah. Die israelische Armee hatte zuvor zwei weitere Drohnenangriffe der Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels gemeldet. Verletzte habe es nicht gegeben. Mehr dazu lesen Sie hier:Johanna SetheIrans Präsident will laut Staatsmedien offenbar Internetsperre aufhebenDer iranische Präsident Masoud Pezeshkian soll offenbar die Anweisung erteilt haben, den internationalen Internetzugang wieder freizugeben. Das berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf Aussagen des Leiters der Öffentlichkeitsarbeit im iranischen Kommunikationsministerium. Die angebliche Aufhebung der Internetsperre lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht unabhängig überprüfen. Den Angaben der Internetbeobachtungsstelle NetBlocks zufolge hatten die meisten Iraner seit 87 Tagen keinen Zugang zum Internet. Nur wenige Bürger konnten teure und fortschrittliche VPNs nutzen, mit denen sich die Beschränkungen umgehen lassen.Maline HofmannOberster Führer Modschtaba Chamenei laut Iran nur »oberflächlich« verletztDer oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei soll nach Angaben der Regierung in Teheran beim Angriff der USA und Israels zu Beginn des Krieges nur »oberflächlich« verletzt worden sein. Chamenei sei am 28. Februar mittags in ein Teheraner Krankenhaus in den Operationssaal gekommen, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, der Nachrichtenagentur Ilna. Am frühen Morgen danach habe Chamenei die Klinik bereits wieder verlassen können, hieß es weiter.Der 56-jährige Chamenei ist seit Beginn des Krieges nicht öffentlich aufgetreten– auch nicht nach seiner Ernennung zum obersten iranischen Führer am 8. März. Er kommunizierte lediglich über schriftliche Erklärungen. Dies läste Spekulationen über seinen Gesundheitszustand aus.US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte im März mitgeteilt, Modschtaba Chamenei sei »vermutlich am Leben, verwundet und entstellt«. Sein Vater Ali Chamenei, der vorherige geistliche und politische Führer des Iran, war am 28. Februar getötet worden. An dem Tag hatten die USA und Israel den Iran angegriffen.Maline HofmannOppositionsführer Lapid kritisiert mögliches Iran-US-AbkommenDer israelische Oppositionsführer Jair Lapid lehnt das aktuell mögliche Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran ab. Nach allem, was bisher über das Rahmenabkommen bekannt sei, würde Israel damit keines seiner Kriegsziele erreichen, kritisierte Lapid. „»Dieser Deal ist schlecht für Israel, schlecht für die Region, schlecht für die Bürger des Irans.«“Jair Lapid, Oppositionsführer in IsraelRegierungschef Benjamin Netanjahu habe damit deutlich gemacht, dass er nicht mehr dazu in der Lage sei, Einfluss auf die Entscheidungen in Washington, D.C. zu nehmen, sagte Lapid. Er kritisierte, Netanjahu habe es der US-Regierung erlaubt, ein potenzielles Abkommen ohne große Abstimmung mit Israel auszuhandeln. Lapid wird bei einer Parlamentswahl in diesem Jahr als Teil eines Parteienbündnisses gegen Netanjahu antreten.Tom-Luca FreundIranische Delegation reist zu Gesprächen nach KatarEine iranische Delegation, angeführt von dem iranischen Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, reist in die katarische Hauptstadt Doha. Dort wollen die beiden Politiker die Führung Katars über Einzelheiten der Verhandlungen über ein Abkommen mit den USA informieren, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Irib.Zuvor war bekannt geworden, dass auch der iranische Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati nach Doha reist. Dort soll er nach iranischen Angaben die Freigabe von Vermögen prüfen.Katar hatte zuletzt eher im Hintergrund als Vermittler in den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA agiert. In den vergangenen Tagen war eine Delegation aus Katar in der iranischen Hauptstadt Teheran. Als offizieller Vermittler gilt Pakistan.Tom-Luca FreundUS-Präsident Trump verbindet Iran-Verhandlungen mit Abraham AccordsUS-Präsident Donald Trump hat die Verhandlung über ein mögliches Abkommen mit dem Iran mit einer gleichzeitigen Unterzeichnung des Abraham-Abkommens durch mehrere Länder des Nahen Ostens verbunden. In einem Post auf seiner Onlineplattform nennt Trump Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien als Länder, die den Abraham Accords beitreten sollen. Trump bezieht sich in seinem Post auf ein Gespräch mit den Regierungschefs und Führern der genannten Länder. Darin habe er gesagt, dass »es nach all der Arbeit, die die Vereinigten Staaten geleistet haben, um dieses sehr komplexe Puzzle zusammenzufügen, verpflichtend sein sollte, dass all diese Länder zumindest gleichzeitig dem Abraham-Abkommen beitreten.« Auch den Iran nannte er als mögliches Land, das das Abkommen unterzeichnen könnte. Zudem schrieb der US-Präsident, dass es möglich sei, dass »ein oder zwei der Länder einen Grund haben«, das Abkommen nicht zu unterzeichnen. Das würde akzeptiert werden.Die Abraham Accords sind ein Vertragswerk aus Trumps erster Präsidentschaft. Das Abkommen regelt die Beziehungen arabischer Staaten zu Israel. Anfangs waren neben Israel die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain Teil des Abkommens. Danach kamen der Sudan und Marokko hinzu.Im Text des Abkommens wird unter anderem die Bedeutung freundschaftlicher Beziehungen der Staaten im Nahen Osten betont. Durch die Abraham Accords sollen »erzielten Fortschritte bei der Aufnahme diplomatischer Beziehungen« mit Israel bestärkt werden.Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema:Clara SuchyRechtsextreme Minister in Israel fordern härteres Vorgehen im Libanon Die rechtsextremen israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich haben eine Ausweitung des Militäreinsatzes im Libanon gefordert. Sicherheitsminister Ben-Gvir verlangte, »zum Krieg im Libanon« zurückzukehren, und sprach sich dafür aus, die Stromversorgung des nördlichen Nachbarlandes Israels zu unterbrechen.Finanzminister Smotrich forderte neue Angriffe auf die libanesischen Haupstadt Beirut als Reaktion auf Drohnenangriffe der Hisbollah. »Für jede Sprengstoffdrohne müssen in Beirut zehn Gebäude einstürzen«, schrieb Smotrich auf Telegram. Zugleich kündigte er ein Sonderbudget von umgerechnet rund 590 Millionen Euro an, um dem Verteidigungssektor die Entwicklung von Gegenmaßnahmen gegen die Drohnen zu ermöglichen.Die Forderungen folgen auf den Tod eines israelischen Soldaten im Süden des Libanon. Tom-Luca FreundAbkommen zu Nuklearprogramm laut Außenamt erst nach Vereinbarung zum KriegsendeDer Iran will erst nach Abschluss eines Rahmenabkommens zum Irankrieg über das Nuklearprogramm verhandeln. Aktuell werde nicht »über die Einzelheiten des Nuklearprogramms gesprochen«, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Sobald eine Vereinbarung zum Ende des Krieges zustande gekommen ist, sollen demnach innerhalb von 60 Tagen Gespräche über das iranische Nuklearprogramm geführt werden.Tom-Luca FreundIranischer Zentralbankchef reist offenbar nach Katar Der Chef der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, soll zu Besuch in Katar sein. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur im Iran. Der Besuch findet nach einem Treffen einer katarischen Delegation in Teheran statt. Bei dem Treffen soll es um die Verwendung eingefrorener iranischer Vermögen gehen. Der Iran versucht seit Längerem, Zugang zu den im Ausland eingefrorenen iranischen Vermögen zu erhalten.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Irankrieg: Irans Revolutionsgarden drohen den USA mit Rache
Die Revolutionsgarden behalten sich ein Recht auf Vergeltung an den USA vor. Außenminister Marco Rubio geht von tagelangen Verhandlungen mit dem Iran aus. Das Liveblog













