Nach Angriffen auf RaketenstellungenDie iranische Revolutionsgarde behält sich das Recht auf Vergeltung für jegliche Verletzungen der Waffenruhe durch die USA vor. Dieses Recht sei legitim, teilte die Garde staatlichen Medien zufolge mit. Zudem meldete sie, dass Flugabwehreinheiten eine US-Drohne des Typs MQ-9 abgeschossen hätten. Sie hätten außerdem das Feuer auf ein Kampfflugzeug eröffnet, das in den iranischen Luftraum eingedrungen sei. Khamenei-Kanal: Golfstaaten bieten keinen Schutz mehr für US-StützpunkteDie USA können sich nach einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal von Irans Oberstem Führers Modschtaba Khamenei künftig nicht mehr auf den Schutz ihrer Militärstützpunkte durch die Golfstaaten verlassen. Es werde für die USA in der Region keinen sicheren Hafen mehr geben, betont Khamenei in der Mitteilung. Khamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürte.US-Militär: Angriffe auf Ziele im Iran und Minenleger-BooteTrotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten, wie das US-Militär mitteilte. Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom) teilte mit, die jüngsten Angriffe dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär. Zu den Zielen der Angriffe zählten den Angaben zufolge „Raketenabschussrampen sowie iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen“. Genaue Angaben zu den Orten und den Umfang der Angriffe machte das Zentralkommando nicht. Es erklärte aber ausdrücklich, die US-Streitkräfte würden sich angesichts der seit Anfang April geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg derzeit „zurückhalten“. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf iranische Ziele. Mathias PeerGespräche mit Iran dauern laut Rubio noch anDie Verhandlungen mit Iran über ein erstes Abkommen könnten sich US-Außenminister Marco Rubio zufolge noch etwas hinziehen. Es gebe in Qatar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was noch einige Tage dauern könne, sagt er. Zu den jüngsten US-Angriffen in Iran erklärt Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. „Die Meerengen müssen offen sein, sie werden auf die eine oder andere Weise offen sein“, sagte Rubio.Mathias PeerUSA greifen Ziele in Iran anDas US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Straße von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Die „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, erklärte ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom). Das US-Militär übe sich im Rahmen der aktuellen Waffenruhe in Zurückhaltung, verteidige aber seine eigenen Verbände. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Straße von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele. Mathias PeerAngereichertes Uran soll laut Trump zerstört werdenDas in Iran bereits angereicherte Uran soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in den USA oder an einem anderen Ort zerstört werden. Entweder es werde „sofort“ an die USA übergeben, um in die Vereinigten Staaten gebracht und dort zerstört zu werden, oder in Zusammenarbeit und Abstimmung mit Iran vor Ort oder andernorts zerstört, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Prozess solle von Atomenergie-Experten überwacht werden, meinte Trump – und verwies auf die „Atomenergie-Kommission“. Unklar war zunächst, ob er damit eine US-Behörde oder möglicherweise die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO mit Sitz in Wien meint.Offen blieb auch, ob Trump einen aktuellen Stand aus Verhandlungen rund um ein mögliches Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs spiegelte – also ob es bislang nur eine Forderung ist, die die US-Regierung in den Gesprächen erhebt oder ob das ein bereits vereinbarter Bestandteil des Deals sein könnte. Der Umgang mit etwa 400 Kilogramm an hochangereichertem Uran Teherans ist ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Am Wochenende hatte Trump angekündigt, dass ein Rahmenabkommen „weitgehend“ ausgehandelt worden sei.Irem YildirimMehrere Explosionen im Iran nahe Straße von Hormus Außer in der iranischen Stadt Bandar Abbas sind iranischen Medienberichten zufolge auch in anderen Küstengebieten an der Straße von Hormus Explosionen zu hören. Die Ursachen seien unklar. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge waren in Bandar Abbas drei Detonationen zu hören. Die Agentur Fars meldet ähnliche Geräusche in der Nähe der Städte Sirik und Dschask an der strategisch wichtigen Meerenge. Irem YildirimNetanjahu ordnet Verstärkung der israelischen Angriffe in Libanon an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben eine Verstärkung der israelischen Militäroffensive gegen die pro-iranische Hizbullah-Miliz in Libanon angeordnet. „Ich habe eine noch größere Beschleunigung unserer Operationen befohlen“, sagte Netanjahu am Montag in einer auf der Onlineplattform Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Als Ziel nannte er, die Hizbullah zu „zerschlagen“.Die Hizbullah greife Israel mit Drohnen an, darunter Glasfaserdrohnen, sagte Netanjahu. Doch arbeiteten israelische Teams bereits an „Gegenmaßnahmen“ gegen diese Drohnenangriffe. „Wir werden unsere Angriffe verstärken, unsere Feuerkraft vermehren, und wir werden sie zerschlagen“, sagte der israelische Regierungschef.Zuvor hatten zwei rechtsextreme Minister in Netanjahus Kabinett eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Libanon gefordert. Es sei an der Zeit, dass Netanjahu gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump „eine entschlossene Haltung einnimmt und ihm mitteilt, dass Israel wieder in den Krieg in Libanon eintritt“, erklärte Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir im Onlinedienst X. Irans Präsident ordnet Ende der Internetsperre anIrans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet. Damit reagierte er auf eine Entscheidung eines „Sonderstabs“, der zuvor mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte. Laut Nachrichtenagentur Fars musste der Beschluss vor Inkrafttreten noch vom Präsidenten bestätigt werden.Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet. Nach Angaben der Beobachtungsorganisation NetBlocks sind die meisten Iraner seit 87 Tagen vom Internet abgeschnitten. Lediglich einige Bürger könnten die staatlichen Sperren mit teuren VPN-Diensten umgehen.Die Regierung hatte den Zugang zum weltweiten Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither konnten die rund 90 Millionen Iraner nur das sogenannte „nationale Internet“ nutzen, in dem ausschließlich staatlich genehmigte Webseiten erreichbar sind. Trump fordert muslimische Länder zu Abkommen mit Israel auf Mitten in den Verhandlungen um ein Rahmenabkommen zum Irankrieg wirbt US-Präsident Donald Trump für eine diplomatische Annäherung zwischen muslimisch geprägten Ländern und Israel. Trump forderte in einem Post auf Truth Social Saudi-Arabien, Qatar, Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien auf, den sogenannten Abraham Abkommen beizutreten, bei denen Länder festhalten, ihre Beziehung zu Israel normalisieren zu wollen. Saudi-Arabien und Qatar sollten demnach mit einem Beitritt beginnen und alle anderen dem Beispiel folgen.Trump ging sogar so weit, dass er sich vorstellen könne, den Iran einzubinden. Falls Iran ein Abkommen mit den USA unterzeichne, wäre es eine „Ehre“, auch Iran Teil einer „beispiellosen Weltkoalition“ werden zu lassen, schrieb Trump.Alles über den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Beendigung des Irankriegs lesen Sie hier:Iran: Oberster Führer Modschtaba Khamenei wurde nur „oberflächlich“ verletzt Der Oberste iranische Führer Modschtaba Khamenei ist nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums am ersten Tag der Angriffe Israels und der USA auf Iran Ende Februar nur „oberflächlich“ verletzt worden. Khamenei sei am 28. Februar mittags in ein Teheraner Krankenhaus in den Operationssaal gekommen, habe die Klinik aber schon am frühen Morgen danach wieder verlassen können, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, der Nachrichtenagentur ILNA.Der 56 Jahre alte Khamenei war seit seiner Ernennung zum Obersten Führer am 8. März nicht mehr öffentlich aufgetreten und hatte nur schriftliche Erklärungen veröffentlicht, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. „Abgesehen von oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen, die weder zu einer Amputation noch zu besonderen medizinischen Problemen führten, ist nichts Größeres passiert“, sagte Kermanpour nun. Die Verletzungen hätten mit „zwei oder drei Stichen“ genäht werden müssen, aber ansonsten seien „keine besonderen Eingriffe“ nötig gewesen. Luftalarm im Persischen Golf aktiviertIm Persischen Golf hat die iranische Flugabwehr wohl eine „befeindete Drohne“ abgeschossen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Mehr berichtet, dass über der strategisch wichtigen Insel Qeshm, die in der Nähe der Straße von Hormus liegt, Luftalarm aufgelöst wurde. Iranische Delegation für Gespräche in QatarDer iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Aragtschi halten sich zu Gesprächen mit dem qatarischen Ministerpräsidenten in Doha auf. Dabei geht es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Konflikts, sagte ein mit dem Besuch vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Diskussionen konzentrieren sich demnach vor allem auf die Straße von Hormus und die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran. Auch der iranische Zentralbankchef gehört demzufolge der Delegation an. Er soll über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Gelder im Rahmen einer endgültigen Vereinbarung verhandeln.Iran richtet „bewaffneten Anführer“ der regierungskritischen Proteste hinIn Iran ist ein weiterer Mann im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Mann namens Abbas Akbari sei am Morgen gehängt worden, teilte die Justiz am Montag auf ihrer Website Misan Online mit. Er sei „einer der bewaffneten Anführer“ der Proteste in der zentral gelegenen Provinz Isfahan gewesen. Erst am Sonntag war in Iran ein Mann wegen des Vorwurfs der Spionage hingerichtet worden.Den Justizangaben zufolge war Akbari unter anderem wegen des Vorwurfs des „Krieges gegen Gott“ (Moharebeh) schuldig gesprochen worden. Verurteilt wurde er auch wegen der absichtlichen Zerstörung öffentlichen Eigentums, „mit der Absicht, sich gegen das System zu stellen, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu stören sowie wegen Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“.Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat sich die Zahl der Hinrichtungen in Iran erhöht – insbesondere in Fällen, in denen es um mutmaßliche Spionage oder sicherheitsrelevante Vorwürfe geht. Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.Sabrina FrangosUS-Außenminister Rubio: Haben Iran solides Angebot vorgelegtDie USA pochen im Konflikt mit Iran auf eine diplomatische Lösung, schließen aber laut US-Außenminister Marco Rubio andere Wege nicht aus. „Wir werden der Diplomatie jede Chance auf Erfolg geben, bevor wir die Alternativen prüfen“, sagt Rubio. Entweder gebe es ein gutes Abkommen, oder man müsse auf andere Weise mit der Situation umgehen. Rubio zufolge liegt ein „ziemlich solides“ Angebot auf dem Tisch. Dieses beziehe sich sowohl auf die Öffnung der Meerenge durch Iran als auch auf zeitlich befristete Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Er hoffe, dass dies gelinge, sagt der Minister. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Revolutionsgarde droht Washington mit Vergeltung | FAZ
US-Militär hatte zuvor Angriffe auf Ziele in Iran vermeldet +++ Angereichertes Uran soll laut Trump zerstört werden +++ Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an +++ alle Entwicklungen im Liveblog









