Iran meldet Vergeltungsangriff auf US-StützpunktAls Vergeltung für nächtliche Angriffe hat Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen amerikanischen Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf Iran ausgeführt worden seien, berichtete das Fernsehen unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht, allerdings meldete das mit Washington verbündete Golfemirat Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe auf sein Land. Die Luftabwehr sei im Einsatz, die Attacken abzuwehren, teilte das Militär des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen. Woher der Beschuss erfolgte, wurde zunächst ebenfalls nicht mitgeteilt. Mathias PeerIsraels Armee greift im Südlibanon anDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Süden des Libanons Stellungen der proiranischen Hizbullah-Miliz angegriffen. Es sei „Infrastruktur“ der Schiiten-Miliz in der Stadt Tyrus attackiert worden, teilte die Armee am frühen Morgen mit. Zu möglichen Opfern gab es zunächst keine Informationen. Zugleich meldete die Armee, ein mutmaßlicher Drohnenangriff auf israelische Truppen im Süden des Nachbarlandes sei abgewehrt worden. Das „verdächtige“ Flugobjekt sei über einem Gebiet abgefangen worden, in dem Israels Soldaten im Einsatz seien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.Eigentlich gilt seit Mitte April eine Waffenruhe. Darauf hatten sich die israelische und die libanesische Regierung, die selbst keine Konfliktpartei in dem Krieg ist, geeinigt. Die Hizbullah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel ab. Faktisch läuft der Krieg ohnehin weiter. Zuletzt hatte sich die Lage abermals deutlich zugespitzt.Mathias PeerUS-Sanktionen gegen Irans Behörde zur Kontrolle der Straße von HormusDie US-Regierung hat die von Iran neu geschaffene Behörde zur Kontrolle und Mauterhebung in der Straße von Hormus mit Sanktionen belegt. Der Plan, eine Gebühr für die Durchquerung der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das Finanzministerium in Washington. Die US-Regierung warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden – der Elitestreitmacht der Islamischen Republik – aufgefasst und ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.Westliche Regierungen und die Staaten am Persischen Golf lehnen Irans Maut-Pläne ebenso ab wie Schiffsbetreiber. Reeder, die auf den Zugang zu westlichen Märkten und auf Geschäfte in US-Dollar angewiesen sind, dürften sich nun aufgrund der Sanktionen wohl erst recht nicht auf Mautzahlungen an die Behörde einlassen. Mathias PeerZehn Jahre Haft wegen geplanten Anschlags auf prominente Kritikerin TeheransWegen eines geplanten Anschlags auf eine prominente Teheran-Kritikerin ist in den USA ein Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde vor einem Gericht in New York schuldig gesprochen, an der Planung eines Anschlagsversuches auf die US-iranische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinedschad beteiligt gewesen zu sein. Nach Angaben des US-Justizministeriums kam der Mordauftrag aus der iranischen Regierung.„Teheran versuchte, eine US-Journalistin in den Vereinigten Staaten zu ermorden - schlicht und einfach deshalb, weil sie einige der vielen Missstände dieses Regimes aufgedeckt hat“, erklärte der für die nationale Sicherheit zuständige stellvertretende Generalstaatsanwalt John Eisenberg.Der verurteilte Jonathan Loadholt hatte sich in dem Prozess teilweise schuldig bekannt. Der 37-Jährige und ein Mittäter wurden beschuldigt, 100.000 Dollar angenommen zu haben, um die in den USA lebende Alinedschad zu ermorden. Die beiden Männer wurden im November 2024 festgenommen, bevor sie ihre Anschlagspläne in die Tat umsetzen konnten. Der Komplize wurde im Januar bereits zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Dissidentin Alinedschad hatte Iran im Jahr 2009 verlassen. Die 49-Jährige kritisiert offen die Führung in Teheran und fordert unter anderem ein Ende des Kopftuchzwangs imnIran. Im März war die Frauenrechtlerin in Frankfurt am Main mit dem ersten Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie ausgezeichnet worden.Mathias PeerIranischer Politiker betont Einhaltung roter Linien in VerhandlungenIran hält nach Aussagen eines Politikers bei den Verhandlungen mit den USA über ein mögliches Kriegsende an Kernforderungen fest. Iran werde sich durch US-Präsident Donald Trumps Rhetorik nicht von seinen „roten Linien“ abbringen lassen, schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, in der Nacht auf der Plattform X. Trump hatte den Verhandlungsstand zuvor als für ihn noch nicht zufriedenstellend bezeichnet. Azizi nannte als rote Linien für sein Land das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus sowie die Aufhebung der Sanktionen. Der Politiker ist – soweit bekannt – nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden.Azizi schrieb auf X: „Offensichtlich sucht Trump nach einem Ausweg aus dieser strategischen Sackgasse und wechselt dabei zwischen Drohungen und Appellen zu einer Einigung“. Mathias PeerUSA greifen erneut Ziel in Iran anTrotz der Waffenruhe und den laufenden Verhandlungen für ein Kriegsende haben die USA nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, teilte ein US-Beamter mit. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. „Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten“, hieß es weiter. Die Angaben des US-Militärs zu dem Vorfall ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Iranische Medien hatten zuvor von Explosionsgeräuschen in der Nähe von Bandar Abbas berichtet. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden.Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren Irans im Golfraum und an der Straße von Hormus.Mathias PeerTrump: "Die Zwischenwahlen interessieren mich nicht"US-Präsident Donald Trump macht sich nach eigenen Worten keine Sorgen über die politischen Folgen eines anhaltenden Konflikts mit Iran. Die iranische Führung habe sich getäuscht, wenn sie geglaubt habe, die Zwischenwahlen im November würden ihn zu einem Abkommen zwingen. „Die Zwischenwahlen interessieren mich nicht“, sagte im Weißen Haus. Trump hatte ursprünglich gesagt, der Krieg würde etwa vier Wochen dauern, nun nähert er sich dem vierten Monat. Zeitweise deutete Trump an, der Konflikt könne binnen Tagen beendet sein, um später anzudeuten, der Konflikt könnte noch einige Zeit andauern.Staatsfernsehen: Entwurf für Abkommen mit USA sieht Öffnung der Straße von Hormus vor Iran liegt einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge ein Entwurf für ein Rahmenabkommen mit den USA vor. Demzufolge sollen die USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zum Iran abziehen. Zudem würden sie die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte sich Teheran, die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Diese Absichtserklärung sei aber noch nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde der Iran keine Schritte unternehmen. Zuvor hieß es im Staatsfernsehen, dass die USA und Israel weiter die Führung des Iran stürzen wollten. „Der Feind“ verfolge nun mit anderen Mitteln das Ziel, das er zu Beginn des Iran-Krieges „offen verkündet“ habe, er aber durch militärische Mittel „nicht erreichen konnte“, hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung des Geheimdienstministeriums. Das Ministerium erklärte weiter, es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den „wirtschaftlichen Druck zu verstärken“, religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere „terroristische Operationen“ auszuführen. Dazu würden im großen Stil „Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte“ für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt. Neue Evakuierungsanordnung für NabatiehDie israelischen Streitkräfte haben eine Evakuierungsanordnung für die südlibanesische Stadt Nabatieh herausgegeben. Die Einwohner sollten ihre Häuser unverzüglich verlassen, und sich vor anstehenden Bombardements in Gegenden nördlich des Zahrani-Flusses in Sicherheit bringen, hieß es. Die Stadt ist in den vergangenen Tagen von heftigen israelischen Luftangriffen getroffen worden. Sie ist eine Hochburg der von Iran gelenkten Schiitenmiliz Hizbullah, liegt aber weit jenseits der von Israel ausgegeben „Pufferzone“ im Landesinneren. In den Außenbezirken der Stadt wurden laut libanesischen Presseberichten auch israelische Militärfahrzeuge gesichert. Die militärische Konfrontation an der Libanon-Front ist in den vergangenen Tagen merklich eskaliert. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trotz eines nominellen Waffenstillstands angekündigt, ihre Operationen gegen die Hizbullah auszuweiten. Am Mittwoch gab es neue Luftangriffe in Südlibanon und in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes.Iran will im Krieg beschädigten internationalen Flughafen wiedereröffnenDer Betrieb am internationalen Flughafen Shahid Madani in Täbris soll am Mittwoch nach „umfangreichen Reparaturarbeiten“ wieder aufgenommen werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur WANA unter Berufung auf Luftfahrtbeamte.Dem Bericht zufolge war der Flughafen während des Krieges „häufigen Angriffen“ ausgesetzt, wobei die Angriffe „schwere Schäden“ an der Start- und Landebahn sowie am Flugsicherungsturm verursachten.Der Flughafen ist laut WANA der drittgrößte internationale Verkehrsknotenpunkt des Iran und zählt Istanbul, Dubai und Hamburg zu seinen Zielen. In Täbris befindet sich ein unterirdischer Raketenkomplex, den die Amerikaner und Israelis während des Kriegs angriffen.Revolutionsgarde: Aufflammen des Kriegs unwahrscheinlichEin Aufflammen des Krieges zwischen Iran und den USA ist einem Vertreter der iranischen Revolutionsgarde zufolge unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gering wegen der Schwäche des Feindes“, sagte Mohammed Achbarsadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der Revolutionsgarden, laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch vor dem Hintergrund der diplomatischen Verhandlungen über ein Ende des Krieges.Zugleich betonte er die anhaltende Kampfbereitschaft des Iran: „Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen.“ „Das Gebiet von Tschabahar bis Mahschahr“ an der Südküste des Iran könne „in einen Friedhof für Aggressoren“ verwandelt werden, sagte er.Ungeachtet einer eigentlich geltenden Waffenruhe hatten die US-Streitkräfte am Montag iranische Raketenstellungen und Schiffe angegriffen. UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAEDer UN-Sicherheitsrat hat den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verurteilt. Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilte das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nannte der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich von Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran zu Angriffen auf „feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region“ bekannt. Klaus BardenhagenLibanon meldet mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe Bei israelischen Angriffen auf Ziele in Libanon sind nach Angaben der Regierung in Beirut am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet worden. Es habe mindestens 31 Todesopfer gegeben, teilte am Abend das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter ihnen seien vier Kinder und drei Frauen. Etwa 40 Menschen seien zudem verletzt worden.Klaus BardenhagenIran verurteilt US-Angriffe Irans Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. „Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität Irans dulden“, hieß es in einer Erklärung. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den „boshaften Willen“ der US-Regierung offenbart. Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: Iran meldet Vergeltungsangriff auf US-Stützpunkt | FAZ
Kuwaits Militär meldet einen Angriff mit Drohnen und Raketen +++ Die USA greifen Ziel in Iran an +++ US-Sanktionen gegen iranische Behörde +++ alle Entwicklungen im Liveblog














