PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegMoskau kündigt systematische Angriffe auf Entscheidungszentren an – Ausländer sollen Kiew verlassenStand: 06:45 UhrLesedauer: 3 MinutenBei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangaben nach im Osten des Landes mindestens ein Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt.Nach den schwersten Luftangriffen seit Kriegsbeginn warnt Moskau Diplomaten und Ausländer vor einem Verbleib in Kiew. Bei neuen Attacken im Osten der Ukraine wurden mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt.Bei schweren russischen Angriffen aus der Luft ist ukrainischen Behördenangaben nach im Osten des Landes mindestens 1 Mensch getötet worden, 15 weitere wurden verletzt. In der Hafenstadt Odessa sei ein Infrastrukturobjekt durch Beschuss zerstört worden, teilte Gouverneur Serhij Lyssak auf Telegram mit. Von den vier Verletzten sei einer seinen Wunden erlegen, schrieb er später.In der Stadt Kramatorsk im Gebiet Donezk wurden derweil durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben am Abend zwölf Personen verletzt. „Unter den Verletzten ist ein achtjähriger Junge“, schrieb der ukrainische Gouverneur der Region Wadym Filaschkin auf Telegram. Laut den örtlichen Behörden war es bereits der dritte schwere Angriff auf die Stadt im Tagesverlauf.Russland hatte Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. „Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen“, teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. „Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen“, hieß es weiter.Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Montag, man stehe in ständigem Kontakt mit der Deutschen Botschaft. Wie WELT erfuhr, werde die Sicherheitslage fortlaufend beurteilt. Dass alle ausländischen Bürger Kiew verlassen sollen, zeige, dass Russland weiter auf Eskalation setze. Putin versuche nicht nur, weiter Angst und Terror zu verbreiten, sondern auch, die Ukraine und ihre Unterstützer zu spalten. Gezielte Angriffe auf diplomatische Vertretungen stellten einen schweren Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht dar.Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kiew und ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum „rasch“ zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.In der Nacht zum Sonntag hatte Russland Kiew massiv angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper ein, darunter auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik. Moskau bestätigte den Einsatz der Waffe.Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Montag von 87 Verletzten in Kiew, darunter drei Minderjährige. Rund 300 Objekte seien beschädigt worden, ein Großteil davon Wohnhäuser. Am Montag liefen weitere Aufräumarbeiten.Lesen Sie auchDer ukrainische Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach gemessen an der Zahl der beschädigten Orte vom größten Angriff Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion. Russland habe erstmals gezielt historische Architektur und Gedenkstätten angegriffen, schrieb er bei Telegram. Beispielhaft nannte er unter anderem das Gebäude des Außenministeriums, das Tschernobyl-Museum und das Kunstmuseum.Auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) waren massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Mitarbeiter oder Journalisten wurden jedoch nicht verletzt.AFP/dpa/sebe/ceb
Ukraine-Krieg: Moskau kündigt systematische Angriffe auf Entscheidungszentren an – Ausländer sollen Kiew verlassen - WELT
Nach den schwersten Luftangriffen seit Kriegsbeginn warnt Moskau Diplomaten und Ausländer vor einem Verbleib in Kiew. Bei neuen Attacken im Osten der Ukraine wurden mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt.











