PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegRussland droht mit weiteren Luftangriffen und fordert Ausländer zum Verlassen von Kiew aufStand: 16:55 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem verheerenden russischen Angriff auf Kiew mit Gleitbomben und Drohnen hat die Ukraine eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. „Die Nacht war wirklich auch für all das, was man schon kennt aus diesem Krieg, fast einmalig“, so WELT-Reporter Ibrahim Naber.Nach dem massiven Angriff mit 600 Drohnen und 90 Raketen droht Moskau weitere Attacken auf Kiew an. Ausländer und Diplomaten sollen die Stadt „so bald wie möglich“ verlassen.Russland hat Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. „Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen“, teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. „Wir warnen ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen“, hieß es weiter.Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kiew und ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum „rasch“ zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.In der Nacht zum Sonntag hatte Russland Kiew massiv angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper ein, darunter auch die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik. Moskau bestätigte den Einsatz der Waffe.Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Montag von 87 Verletzten in Kiew, darunter drei Minderjährige. Rund 300 Objekte seien beschädigt worden, ein Großteil davon Wohnhäuser. Am Montag liefen weitere Aufräumarbeiten.Lesen Sie auchDer ukrainische Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach gemessen an der Zahl der beschädigten Orte vom größten Angriff Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion. Russland habe erstmals gezielt historische Architektur und Gedenkstätten angegriffen, schrieb er bei Telegram. Beispielhaft nannte er unter anderem das Gebäude des Außenministeriums, das Tschernobyl-Museum und das Kunstmuseum.Auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) waren massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Mitarbeiter oder Journalisten wurden jedoch nicht verletzt.AFP/dpa/sebe
Ukraine-Krieg: Russland droht mit weiteren Luftangriffen und fordert Ausländer zum Verlassen von Kiew auf - WELT
Nach dem massiven Angriff mit 600 Drohnen und 90 Raketen droht Moskau weitere Attacken auf Kiew an. Ausländer und Diplomaten sollen die Stadt „so bald wie möglich“ verlassen.










