Es ist dann blöderweise doch wieder ein Mann, der die Sache auf den Punkt bringt. »Kylie Minogue hatte alles, als wir uns kennengelernt haben«, erinnert sich Nick Cave in der Netflix-Doku Kylie. »Nur Glaubwürdigkeit hatte sie nicht. Ich hingegen hatte Glaubwürdigkeit, aber sonst nicht viel.« Im Jahr 1994 verabreden sich Cave und Minogue zu einem gemeinsamen Song, der Mörderballade Where the Wild Roses Grow, die auf dem Höhepunkt der MTV-Ära allein schon wegen ihres durchnässten Videos einschlagen muss. Minogue ist damals Australiens größter Popstar, bekannt aus der Fernsehserie Neighbours und für einige internationale Nummer-eins-Hits. Cave ist das große Sorgenkind des Landes, bekannt für selbstzerstörerische Liveshows und Angewohnheiten. Er sagt: »Dieser Gegensatz hat uns zueinander getrieben.«
»Kylie«: Sie hat es allen gezeigt
Sie wollte weg vom Ruf des »singenden Wellensittichs«. Eine Doku zeigt, wie Kylie Minogue um ihre Selbstbestimmung kämpfte – und warum Popmusik diesen Kampf wert ist.













