Demonstrant gegen den Sudetendeutschen Tag in Brno: »Findet euch mit Benesdekreten ab!«

Mit einer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus ist am Montag an der ehemaligen Gestapo-Zentrale im mährischen Brno (Brünn) der Sudetendeutsche Tag zu Ende gegangen. Die Zusammenkunft wurde von kleineren Protesten einiger Dutzend Demonstranten begleitet, wie Radio Prag unter Berufung auf die Presseagentur CTK berichtete.

Am Samstag erinnerten rund 2000 Tschechen und Deutsche mit einem Friedensmarsch an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus Brünn unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Der sogenannte Friedensmarsch wurde zum zehnten Mal im Rahmen des Festivals »Meeting Brno« veranstaltet. Er führte von Pohorelice (Pohrlitz) nach Brünn. Bevor sich der Zug in Bewegung setzte, gedachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Massengrab in Pohorelice der Opfer des Brünner Todesmarsches. Erstmals in diesem Jahr hatte »Meeting Brno« auch den Sudetendeutschen Tag nach Tschechien eingeladen. Daher sprachen beim Gedenkakt am Samstag neben tschechischen Lokal- und Regionalpolitikern auch bayerische Politiker.

Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust: die Überlebenden Eva Paddock und Milena Grenfell-Baines mit dem Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt