Die tschechische Regierung ist dagegen. Der Sudetendeutsche Tag soll am Pfingstwochenende nicht im mährischen Brünn und damit erstmals überhaupt in 76 Jahren in Tschechien stattfinden, fordern die Regierungsparteien in einer Resolution. Die Vertriebenen oder – in den meisten Fällen – deren Nachkommen sollen ihre Veranstaltung mit etwa 1000 Teilnehmern absagen und die Einladung des tschechischen Vereins „Meeting Brno“ ausschlagen. Das Ganze sei ein „Fehler“, sagt Premierminister Andrej Babiš. Es beschädige das Ehrgefühl und sei unsensibel, befindet Tomio Okamura, Präsident des Abgeordnetenhauses. Die tschechische Bevölkerung sei nicht bereit dafür, sagt Außenminister Petr Macinka. Okamuras Partei ist offen rechtsextrem, Macinkas zumindest rechtsnational.
Sudetendeutsche: Die tschechische Regierung befeuert den Hass auf die Vertriebenen
Dieses Jahr soll der Tag der Landsmannschaft erstmals in Brünn stattfinden, es geht um Gedenken und Aussöhnung. Doch der Außenminister ätzt, die Bevölkerung sei nicht bereit dafür. Von wegen.













