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Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 21/2026.

Es herrscht Endzeitstimmung: Milliardäre bauen in Neuseeland Bunker. KI-Experten warnen, dass Maschinen den Menschen auslöschen könnten. Der Bestsellerautor Marc Elsberg beschreibt im Ökothriller Eden Dürren, die Staubstürme und globale Hungerkatastrophen verursachen. Von links bis rechts, von Philosophen wie Slavoj Žižek bis zum Internetmogul Peter Thiel – und nur leicht gemäßigt in der Mitte – verbreiten sich Fantasien über den großen Kollaps.

Man könnte jetzt sagen, die Apokalypse war schon immer eine verführerische Erzählung, jede Zeit bringt ihre eigene Untergangsvorstellung hervor. Im mittelalterlichen Europa glaubten viele, mit der Pest sei das Jüngste Gericht gekommen. Oder die Achtzigerjahre mit ihrer von Atomangst und Waldsterben geprägten No-Future-Atmosphäre. Doch nur weil man früher gut damit gefahren ist, cool zu bleiben, heißt das nicht, dass es noch immer ratsam ist. Denn auch Wissenschaftler nehmen den Kollaps heute ernster denn je.