Schützt Zivilgesellschaft vor Rechtsextremismus? Oder gar die deutsche Exportindustrie? Bei einer Tagung in Hofgeismar gibt es darauf sehr viele Antworten.

In Deutschland wird die Frage, wie die AfD von der Macht ferngehalten werden kann, oft mit moralischem Hochdruck bearbeitet. Der Aspekt der Interessen und wie offen die Wirtschaftsbosse und der Mittelstand für rechte Regierungen sind, gerät dabei etwas in den Hintergrund.

Glaubt man Knut Bergmann, der für das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) arbeitet, dann ist die deutsche Wirtschaft weitgehend immun gegen die Sirenengesänge der AfD. Der Dexit, den Weidel & Co wollen, wäre für die Exportindustrie verheerend und würde 2,5 Millionen Jobs kosten. Die Steuerpolitik der AfD würde den Staat ruinieren, die unbezahlbaren AfD-Rentenversprechen kämen noch dazu.

Insofern ist es erst mal nicht verwunderlich, dass laut einer von Bergmann mitverfassten Studie vom August 2024 nur 5 Prozent der Arbeitgeber hierzulande mit der AfD sympathisieren. Die AfD an der Macht hätte schließlich nicht nur unschöne Auswirkungen auf die Profite deutscher Unternehmen. Rechtsextremismus schadet der Wirtschaft insgesamt, die eben global verflochten ist und zu Hause Fachkräfte braucht.