Nur wenige Tage hat der 1. FC Union Berlin nach dem Saisonende in der Bundesliga vergehen lassen, um mit Mauro Lustrinelli einen neuen Trainer für die Männermannschaft und damit den Nachfolger von Marie-Louise Eta vorzustellen. Nicht wenige Fans hatten sich nach dem erfrischenden Saisonende mit sieben Punkten und neun Toren aus den letzten drei Partien eine Weiterbeschäftigung der sympathischen Trainerin gewünscht.

Eta aber bleibt dem Verein erhalten, wird in der kommenden Saison das Frauenteam der Eisernen von Ailien Poese übernehmen und soll es in der Bundesliga dorthin führen, wo die Männer bereits drei Spielzeiten beenden konnten: ins obere Drittel der Tabelle. Während Dirk Zingler in dieser Woche im Zuge einer Medienrunde davon sprach, dass die Mannschaft in diesen drei Saisons mit den Einzügen in die Conference-, Europa- und Champions League überperformt habe und sich im Tabellenmittelfeld in den Regionen befinde, in denen man sich in Köpenick selbst verortet, klingt die Zielsetzung bei den Frauen schon etwas angriffslustiger. „Wir wollen in das erste Drittel vorstoßen“, sagte der Union-Präsident.

1. FC Union Berlin liegt voll im Soll

Die Premierensaison in der höchsten deutschen Spielklasse hat die Mannschaft zwar als bester Aufsteiger auf Rang neun beenden können, insgeheim aber träumte man bereits von etwas mehr. Vielleicht nicht vom direkten Einzug ins internationale Geschäft, aber zumindest von einer etwas besseren Platzierung und ein paar Punkten mehr. Eigentlich aber liegt der Verein voll im Soll. „Der erste Schritt war der Aufstieg in die Bundesliga, der zweite Schritt war, dass wir da bleiben. Und jetzt möchte ich gerne die nächsten Schritte gehen“, sagte Geschäftsführerin Jennifer Zietz zuletzt in einem Interview mit der Berliner Zeitung.