PfadnavigationHomeSportFormel 1Zoff bei Mercedes-Team„Kannst nicht erwarten, einen Löwen im Auto zu haben und einen Welpen außerhalb“Stand: 09:44 UhrLesedauer: 3 MinutenSpürbare Distanz: George Russell (rechts) und Kimi Antonelli bei der Pressekonferenz nach dem Qualifying für das Rennen in KanadaQuelle: Bradley Collyer/PA Wire/dpaDie Startphase beim Großen Preis von Kanada an diesem Sonntagabend verspricht besondere Spannung. WM-Spitzenreiter Antonelli und sein Mercedes-Teamkollege Russell sind aneinandergeraten. Nun stehen die beiden nebeneinander in der ersten Startreihe.George Russell bleibt der Mann der Stunde in Montréal. Der 28 Jahre alte Brite ist im nächsten packenden Mercedes-Team- und Titelduell mit Kimi Antonelli auch auf die Pole für den Großen Preis von Kanada gerast. Zuvor hatte Russell schon das Sprintrennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve am Samstag gewonnen – von der Pole aus. Russell beendete mit Platz eins in der Qualifikation auch die beeindruckende Serie von Formel-1-Spitzenreiter Antonelli, der bei den vergangenen drei Grand Prix jeweils die Pole geholt – und auch gewonnen – hatte. Dritter hinter dem Mercedes-Duo wurde Weltmeister Lando Norris im McLaren. Der viermalige Champion Max Verstappen kam im Red Bull nicht über Platz sechs hinaus. Lesen Sie auchIm Klassement liegt Russell dank seines Sprintsiegs vor dem Rennen an diesem Sonntag (22.00 Uhr, Sky) nun 18 Punkte hinter Antonelli. Möglicher Regen und kühle Temperaturen könnten dabei auch großen Einfluss auf den Ausgang haben. Beim Formel-1-Sprintrennen wird Antonelli gemaßregeltIm Sprint über 23 Runden hatten sich die beiden Titelrivalen von Mercedes knallharte Duelle geliefert. In Runde sechs berührten sich die beiden Wagen. Es wurde zum wilden Ritt. Zweimal war Antonelli bei Manövern gegen Russell übers Gras gerumpelt. Antonelli schimpfte dabei via Funk und forderte gar eine Strafe für Russell. Teamchef Toto Wolff musste den jungen Italiener gleich zweimal zur Ordnung rufen und daran erinnern, sich auf das Fahren und nicht das Klagen und Jammern zu konzentrieren. „Wir besprechen das intern, nicht übers Teamradio“, sagte Toto Wolff. Profiteur war Norris, der an dem aufgebrachten und kaum zu beruhigenden Italiener vorbeizog. Es dauerte, bis der Chef vom Kommandostand ein Machtwort sprach und Antonelli aufforderte, sich auf das Rennen zu konzentrieren und sich nicht über Funk zu beschweren. Lesen Sie auchDurch die beiden Knallhart-Manöver mit verbalem Nachspiel schien das Mercedes-Duo zunächst die Kontrolle über den Sprint verloren zu haben. Hinter Russell lauerte Norris, hinter Antonelli Hamilton. Doch der WM-Führende fing sich wieder und fuhr mit Wut im Bauch wieder näher an Norris und Russell heran.In der letzten Runde attackierte er Norris, musste aber erneut über Gras. Russell ließ sich den Sieg nach leicht kriselnden Wochen nach seinem Grand-Prix-Auftaktsieg in Melbourne nicht mehr nehmen. Antonelli landete am Ende des Sprints auf Platz drei hinter Titelverteidiger Norris im McLaren.Der Mercedes-Teamchef kennt diese Stallduelle aus der Zeit mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg bestens. Die beiden mussten damals sogar einen Crash selbst bezahlen. Im Fall von Antonelli, den Wolff seit langem fördert, stellte er allerdings nun auch klar: „Du kannst nicht erwarten, einen Löwen im Auto zu haben und einen Welpen außerhalb.“Entsprechend richteten sich alle Blicke erst recht auf den jungen WM-Spitzenreiter und seinen deutlich erfahreneren und neun Jahre älteren Teamkollegen auch im Qualifying. Die Gefahr von direkten Duellen wie beim Sprint war da aber praktisch ausgeschlossen – beim Rennstart sieht das schon wieder anders aus. Zunächst war Antonelli auf Platz eins und dabei über eine halbe Sekunde schneller als Russell. Im zweiten K.o.-Abschnitt schob sich dann Isack Hadjar im zweiten Red Bull auf Platz eins vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari und Norris im McLaren. Antonelli folgte auf Rang vier, Russell auf fünf mit nur drei Tausendstelsekunden Rückstand auf den Mercedes-Kollegen.Als es beim Kampf der Top Ten darauf ankam, setzte sich Norris nach dem ersten Versuch an die Spitze, gefolgt von Hamilton und Piastri. Antonelli schaffte es nur auf Platz vier, Russell musste die Runde abbrechen und auch bei seinem nachfolgenden Versuch reichte es nicht für Platz eins. Bei Antonelli schon. Aber auch nicht lange, denn mit dem allerletzten Versuch sicherte sich Russell, der das Auftaktrennen in Australien gewonnen hatte, die Pole.pk
Formel 1: Mercedes-Zoff – „Kannst nicht erwarten, Löwen im Auto zu haben und Welpen außerhalb“ - WELT
Die Startphase beim Großen Preis von Kanada an diesem Sonntagabend verspricht besondere Spannung. WM-Spitzenreiter Antonelli und sein Mercedes-Teamkollege Russell sind aneinandergeraten. Nun stehen die beiden nebeneinander in der ersten Startreihe.












