Chinesische Behörden haben nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nördlichen Provinz Shanxi die Zahl der Todesopfer von 90 auf 82 korrigiert. Chaotische Zustände am Unfallort hätten zu den unzutreffenden Angaben geführt, sagte der Leiter der Kreisregierung von Qinyuan, Guo Xiaofang, staatlichen Medien zufolge am späten Samstagabend vor Journalisten. Auch mit der leicht nach unten revidierten Todeszahl handelt es sich um Chinas verheerendstes Minenunglück seit mehr als 16 Jahren. Am Freitagabend war es in dem Bergwerk im Landkreis Qinyuan zu einer Gasexplosion gekommen, während der sich fast 250 Arbeiter unter Tage befunden haben sollen. Alle 128 Verletzten befanden sich den jüngsten Behördenangaben zufolge in stabilem Zustand. Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Dann wurde die Todeszahl schlagartig nach oben korrigiert – auf zunächst 90. Präsident Xi ordnet gründliche Untersuchung an Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, bei der Rettung und der Behandlung der Verletzten „keine Mühen zu scheuen“. Zudem ordnete er eine gründliche Untersuchung der Unfallursache sowie die strikte Verfolgung der Verantwortlichen an. Ministerpräsident Li Qiang schloss sich den Forderungen an und pochte auf eine zügige und genaue Informationsweitergabe. Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang nicht bekannt. Doch laut einer ersten Untersuchung wurden schwerwiegende Gesetzesverstöße des Minenbetreibers festgestellt, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Um welche Verstöße es sich konkret handelt, ist bislang nicht bekannt. Mehrere Personen wurden unterdessen festgenommen. Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. China hat die Zahl der tödlichen Grubenunglücke, die häufig durch Gasexplosionen oder Wassereinbrüche verursacht werden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften deutlich gesenkt. Der Vorfall in Liushenyu ist jedoch einer der folgenschwersten in der Volksrepublik im vergangenen Jahrzehnt. (dpa/Reuters)
Nach Minenunglück: China korrigiert Zahl der Todesopfer von 90 auf 82
In einer Kohlemine im Norden des Landes war es zu einer Gasexplosion gekommen. Fast 250 Arbeiter sollen sich während des Unglücks unter Tage befunden haben.












