PfadnavigationHomePanoramaGasexplosionMehr als 90 Tote bei Minenunglück in NordchinaStand: 09:09 UhrLesedauer: 2 MinutenNach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 82 Menschen gestorben. Die genaue Ursache des Unglücks ist bislang unklar.Nach einer schweren Explosion in einer Kohlemine in China steigt die Zahl der Toten auf mindestens 90. Wie viele Bergleute noch eingeschlossen sind, bleibt unklar. Die Behörden ermitteln, mehrere Verantwortliche wurden festgenommen.Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 90 Menschen gestorben. Wie viele Personen weiterhin in der Mine eingeschlossen sind, ist bislang unklar. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an.Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Warum die Todeszahl derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist bislang unklar.Das Unglück hat sich bereits am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan ereignet, wie Chinas staatliche Agentur Xinhua berichtete. Während der Explosion sollen sich nach derzeitigem Erkenntnisstand 247 Personen unter Tage befunden haben. Laut chinesischen Berichten sei die Mine im Dreischichtsystem betrieben worden, wobei sich das Unglück während eines Schichtwechsels zugetragen habe.Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, bei der Rettung und der Behandlung der Verletzten „keine Mühen zu scheuen“. Zudem ordnete er eine gründliche Untersuchung der Unfallursache sowie die strikte Verfolgung der Verantwortlichen an. Ministerpräsident Li Qiang schloss sich den Forderungen an und pochte auf eine zügige und genaue Informationsweitergabe. Nach Angaben von Xinhua sind die Führungskräfte der Betreibergesellschaft festgenommen worden.Lesen Sie auchDie Provinz Shanxi gilt als einer der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. Auch wenn China in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs des Landes.Die Kohleindustrie in Shanxi ist für ihre mangelhaften Sicherheitsstandards berüchtigt. In der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen mit vielen Toten. China hat die Zahl der tödlichen Grubenunglücke, die häufig durch Gasexplosionen oder Wassereinbrüche verursacht werden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften deutlich gesenkt. Der Vorfall in Liushenyu ist jedoch einer der folgenschwersten in der Volksrepublik im vergangenen Jahrzehnt. Die Ursache der Explosion werde laut Xinhua nach wie vor untersucht.dpa/nw