Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine sind aktualisierten Angaben chinesischer Staatsmedien zufolge mindestens 90 Menschen gestorben. Weitere neun Personen werden demnach noch vermisst und sind möglicherweise eingeschlossen. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in einem Kohlebergwerk im Landkreis Qinyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi.Gegen 19.30 Uhr lokaler Zeit soll es eine Explosion gegeben haben. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete zuvor, die Kohlenmonoxidwerte in der Mine hätten „Grenzwerte überschritten“. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich nach derzeitigem Erkenntnisstand 247 Personen unter Tage befunden haben. Die Mine sei im Dreischichtsystem betrieben worden, wobei sich die Explosion während eines Schichtwechsels ereignet habe.Am Morgen hieß es zunächst, insgesamt 201 Menschen seien aus der Mine geborgen worden, darunter acht Tote. Warum die Zahl der Toten dann derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist bislang unklar.Auch wenn China in den vergangenen Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien setzt, deckt Kohle nach wie vor etwas mehr als die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs des Landes. Die Kohleindustrie in der Provinz Shanxi ist für ihre mangelhaften Sicherheitsstandards bekannt, in der Vergangenheit kam es in China immer wieder zu schwerwiegenden Unfällen mit vielen Toten.
Minenunglück in China – mindestens 90 Tote
Nach einer Gasexplosion in einer Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut Staatsmedien mindestens 90 Menschen gestorben.












