Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 82 Menschen gestorben. Neun weitere Bergleute werden noch vermisst, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an.Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Warum die Todeszahl derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist bislang unklar. Das Unglück hat sich bereits am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan ereignet, wie Chinas staatliche Agentur Xinhua berichtete. Zum Zeitpunkt der Explosion hätten sich 247 Arbeiter unter Tage befunden. Die Rettungsarbeiten dauerten nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde an.Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte die Behörden auf, bei der Rettung und der Behandlung der Verletzten „keine Mühen zu scheuen“. Zudem ordnete er eine gründliche Untersuchung der Unfallursache sowie die strikte Verfolgung der Verantwortlichen an. Ministerpräsident Li Qiang schloss sich den Forderungen an und pochte auf eine zügige und genaue Informationsweitergabe. Nach Angaben von Xinhua sind die Führungskräfte der Betreibergesellschaft festgenommen worden.Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. China hat die Zahl der tödlichen Grubenunglücke, die häufig durch Gasexplosionen oder Wassereinbrüche verursacht werden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften deutlich gesenkt. Der Vorfall in Liushenyu ist jedoch einer der folgenschwersten in der Volksrepublik im vergangenen Jahrzehnt. (dpa/Reuters)