PfadnavigationHomePanoramaDänische KüsteDruck im Walkadaver wächst, gelöste Fette treten aus – Tier könnte „mit einem großem Knall“ platzenStand: 19:13 UhrLesedauer: 2 MinutenDer tote Buckelwal liegt aufgebläht vor der dänischen Insel AnholtQuelle: -/News5/dpaWalforscher warnen, dass sich im Inneren des Kadavers immer mehr Druck aufbaut – und das Tier schließlich explodieren könnte. Auf dem Wasser ist bereits eine ölige Spur zu sehen.Bei dem an der dänischen Küste liegenden toten Buckelwal besteht einem Experten zufolge inzwischen eine hohe Explosionsgefahr. „Der Druck im Innern baut sich immer weiter auf, und irgendwann könnte das Tier mit einem großen Knall in die Luft fliegen“, sagt der Walforscher Fabian Ritter der Deutschen Presse-Agentur. „Eine solche Situation ist schon fast abzusehen.“Derartige Fälle seien bereits wiederholt dokumentiert worden – etwa als vor mehreren Jahren in Taiwan ein Pottwal beim Transport zur Obduktion in einer Stadt explodiert sei. „In diesem Regen aus Blut, Partikeln und Fäulnisgasen möchte man nicht gestanden haben“, so Ritter. Mehr von WELT in der Google-Suche: WELT als Medium bevorzugenLaut „Bild“ sei seit dem Vortag zu beobachten, wie sich ein Film auf dem Wasser gebildet habe, der vom Kadaver auszugehen scheine. Experte Ritter erklärte gegenüber „Bild“, was dahinterstecke: Im Inneren des Kadavers werde es durch Sonneneinstrahlung sehr warm, was den Zersetzungsprozess beschleunige. Körperflüssigkeiten und gelöste Fette liefen dabei aus dem Tier aus.Lesen Sie auchAbwenden ließe sich eine Explosion, wenn man den aufgeblähten Kadaver gezielt punktieren oder aufschneiden würde, meint der Meeresbiologe. Allerdings hätte ein solcher Eingriff früh erfolgen sollen – jetzt wäre er bereits riskant. Bilder des Wals zeigten, dass vor allem der Kehlsack ballonartig aufgebläht sei. Dessen Haut sei wie bei einer Ziehharmonika gefaltet und extrem elastisch. „Das wäre wahrscheinlich die beste Stelle für einen gezielten Schnitt. Aber auch der wäre nicht ganz ungefährlich“, so Ritter.Möglicherweise könnte sich die Lage auch ganz unspektakulär entspannen: In dem Gewebe könnte sich ein natürlicher Riss bilden, sodass die Gase ohne Explosion entweichen könnten.Bergung frühestens ab Dienstag – Tracker-Daten noch nicht ausgewertetDie dänischen Behörden wollen den toten Wal laut Informationen von „Bild“ zur Hafenstadt Grenaa bringen und anschließend obduzieren. Dies werde allerdings nicht vor Dienstag beginnen. Ein Tracker, der an dem Wal befestigt gewesen sein soll, sei bereits an Behörden übergeben und nach Grenaa gebracht worden. Die Daten seien bislang weder ausgelesen noch an die Wal-Initiative oder das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern weitergegeben worden. Die Wal-Initiative habe bereits die Herausgabe beantragt, berichtet „Bild“ unter Berufung auf Geldgeberin Karin Walter-Mommert.kaha