PfadnavigationHomePanoramaToter MeeressäugerExperte warnt vor Explosionsgefahr – so geht es mit dem Buckelwal nun weiterStand: 11:44 UhrLesedauer: 3 MinutenDer tote Wal vor der dänischen Insel AnholtQuelle: Jonas Walzberg/dpaDer tote Buckelwal wird zur Gefahr: Weil Gase den Kadaver aufblähen, wird eine Explosion befürchtet. Dänische Behörden wollen das Tier trotzdem bergen.Erst wollten die dänischen Behörden den Kadaver des Buckelwals bergen, dann sollte er wegen Explosionsgefahr ins tiefe Wasser gezogen werden. Nun gibt es erneut eine Planänderung: Die Behörden wollen eine Obduktion ermöglichen, wofür der Kadaver in die Hafenstadt Grenaa gebracht werden soll. Das berichtet „Bild“.Zuvor hatte Meeresbiologe Fabian Ritter gegenüber der Zeitung gesagt: „Je länger er dort liegt, desto stärker nimmt auch die Verwesung zu. Das heißt, die Gasbildung innerhalb des Körpers führt dazu, dass dieser sich weiter aufbläht.“ Solange die Gase nicht weichen, bestehe die Gefahr einer Explosion. „Wer nicht weiß, was er tut“, solle sich dem Kadaver nicht nähern, warnte Ritter.Der Wal liegt an einem stark besuchten Strand im flachen Wasser und beeinträchtigt laut dänischer Umweltbehörde die Badegäste. Der Versuch, das Tier mit einem Seil ins Wasser zu ziehen, sei nicht ungefährlich. Es besteht laut „Bild“ die Gefahr, dass es auseinanderreißt.„Eine Geschlechtsbestimmung entfällt bei einer normalen Beobachtung“Nun soll der Wal, wie ursprünglich geplant, an Land gezogen worden – wodurch auch eine Obduktion möglich ist. Diese ist für Freitag geplant. „In Grenaa werden Wissenschaftler und Tierärzte die Untersuchungen und Probe-Entnahmen durchführen, wie sie bereits bei früheren Strandungen größerer Wale vorgenommen wurden.“ Die Presse darf dort die Arbeit an dem Tier verfolgen – hinter Absperrungen, denn es kommen „Maschinen und scharfe Ausrüstung“ zum Einsatz, so die Behörde. Sollte es nicht gelingen, den Wal in den Hafen zu bewegen, wollen die Dänen ihn auf Anholt untersuchen. Ritter hat die Hoffnung, so mehr über den Gesundheitszustand zu erfahren. Laut des Experten sei es interessant zu erfahren, ob sich Fremdkörper im Magen befinden oder ob es Knochenbrüche gab.Zur Nachricht, dass es sich bei dem Wal um ein Weibchen handelt, sagte Ritter: „Eine Geschlechtsbestimmung entfällt bei einer normalen Beobachtung.“ Denn bei Buckelwalen sehen sich Männchen und Weibchen sehr ähnlich. Die Bilder seien nun aber eindeutig – darauf seien Milchdrüsen zu sehen.Eine private Initiative hatte den rund zwölf Meter langen und zwölf Tonnen schweren Meeressäuger Ende April vor der Insel Poel nahe Wismar in einen gefluteten Lastkahn, eine Barge, bugsiert. Ein Schlepper zog die Barge dann durch das Kattegat bis an den Beginn der Nordsee. Rund 70 Kilometer nördlich von Skagen wurde der Wal am 2. Mai ins Meer entlassen.Das Schweriner Umweltministerium versucht, einen zuvor von der Initiative an dem Tier angebrachten Tracker zu bekommen, um die Daten darauf auszuwerten. Denn noch ist unklar, wie lange das Tier nach seiner Freisetzung noch gelebt hat.jm mit dpa
Wal vor Dänemark: Experte warnt vor Explosionsgefahr – so geht es mit dem Buckelwal nun weiter - WELT
Der tote Buckelwal wird zur Gefahr: Weil Gase den Kadaver aufblähen, wird eine Explosion befürchtet. Dänische Behörden wollen das Tier trotzdem bergen.










