Toter Wal vor Anholt (Bild vom 16. Mai): Tierärztin begutachtet den Kadaver

Der Wal war gleich mehrfach gestrandet. Nun wohl zum letzten Mal, er liegt tot vor der dänischen Insel Anholt. Dänemark hat jetzt entschieden: Der Kadaver soll in einen Hafen in Jütland gezogen werden.

Dänemark wollte sich ursprünglich nicht in das Schicksal des verendeten Buckelwals einmischen. Er liegt aber an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und könnte dort nach Einschätzung der Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark belästigen. Deshalb wolle man versuchen, den Wal noch am Donnerstag in den Hafen von Grenaa auf dem Festland zu ziehen, teilte die Behörde mit. Die Aktion werde wahrscheinlich den ganzen Tag dauern. Am Freitag könnte der Wal dann obduziert werden.

»In Grenaa werden Wissenschaftler und Tierärzte die Untersuchungen und Probe-Entnahmen durchführen, wie sie bereits bei früheren Strandungen größerer Wale vorgenommen wurden«, heißt es. Die Presse dürfe dort die Arbeit an dem Tier verfolgen – hinter Absperrungen, denn es kommen »Maschinen und scharfe Ausrüstung« zum Einsatz, so die Behörde. Sollte es nicht gelingen, den Wal in den Hafen zu bewegen, wollen die Dänen ihn auf Anholt untersuchen.