Es wird immer schwerer, in der Fußball-Bundesliga Geschichte zu schreiben. In 63 Spielzeiten sind viele Marken derart weit oben wie die 41 Tore von Robert Lewandowski, die der Pole in der Saison 2020/21 erzielt hat, dass nicht einmal Harry Kane sie zu pulverisieren vermag. Oder derart weit unten wie die (nach Drei-Punkte-Regel) zehn Zähler, die Tasmania Berlin im Spieljahr 1965/66 mit lediglich zwei Siegen und vier Unentschieden als wahrscheinlich ewiges Schlusslicht der ewigen Tabelle ausweisen. Der FC Bayern hat es mal wieder geschafft. 122 Tore in einer Saison hat noch nie ein Verein erzielt. Doch auch der 1. FC Union ist gut dabei. Und das nicht nur, weil sich die Eisernen an den letzten fünf Spieltagen dieser Saison mit Marie-Louise Eta als erster Trainerin eines Männer-Bundesligisten in die Geschichtsbücher eingetragen haben.

0 Gegentore kassierte Matheo Raab bei seinem Bundesligadebüt. Dank des 1:0 beim SC Freiburg hat der Vertreter von Frederik Rönnow, zumal er nach einer in jenem Spiel erlittenen Handverletzung nicht mehr zum Einsatz kommen konnte, einen – mit ganz viel Augenzwinkern – unüberbietbaren Punkteschnitt von drei pro Spiel.

0,14 lautete der xGoal-Wert nach dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach. Bei der 0:1-Niederlage, in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter zustande gekommen, hatte sich der 1. FC Union keine nennenswerte Torgelegenheit herausgespielt. Dieser Wert ist für die Rot-Weißen der mieseste des Spieljahres.