Ganz hat es nicht gereicht, um die Schallmauer zu durchbrechen. Nicht einmal die 122 Treffer von Bayern München, mit denen der deutsche Rekordmeister, der seinen 35. Titel gewann, seinen bisherigen Saisonrekord um 20 Buden befeuerte, konnten helfen. Selbst die Treffsicherheit von Harry Kane, der zum Saisonausklang beim 5:1 über den 1. FC Köln mit einem Hattrick seine Ausbeute auf 36 Tore schraubte und zum dritten Mal die Torjägerkanone gewann, schaffte keine Abhilfe.

Sogar der 1. FC Union Berlin, der seine Gefährlichkeit im gegnerischen Strafraum viel zu selten aufblitzen ließ und erst beim Halali mit dem 4:0 gegen Augsburg seinen höchsten Saisonsieg feierte, kam mit seinem Angriffswirbel zu spät, um die Tausend-Tore-Marke zu knacken. Die wurde zwar bereits einige Male übertroffen, das passierte aber regelmäßig in den eher wilden 1970er-Jahren, als die Bundesliga noch jung war und die Torjäger Jupp Heynckes, Karl-Heinz Rummenigge und vor allem Gerd Müller hießen. Eine vierstellige Zahl an Saisontoren gab es letztmals 1984/85. Die Spielzeit 2025/26 hatte das Zeug, daran anzuknüpfen. Nur wurde sie bei 990 Treffern abgepfiffen.

1. FC Union Berlin tut sich vor dem Tor schwer

Alles in allem ein marginaler Wert. Trotzdem haben sich gerade die Eisernen in und vor des Gegners Strafraum oft schwergetan, sich selbst im Weg gestanden oder das Runde partout nicht ins Eckige gebracht. Immer wieder musste Trainer Steffen Baumgart, bis zum 29. Saisonspiel im Amt, darüber reden, sich nicht belohnt zu haben. Das 1:3 beim 1. FC Heidenheim, das den einstigen Liebling der Fankurve letztlich den Job kostete, beschrieb Baumgart so: „Wir haben zwar die erste gute Möglichkeit, dann haben wir es aber 90 Minuten nicht geschafft, auf Augenhöhe zu sein.“ Bei Kapitän Christopher Trimmel hieß es dann oft, dass das Spiel „nicht Union-like“ gewesen sei.