Jahrelang galt der 1. FC Union Berlin als einziges sportliches Beispiel, warum die Relegation am Saisonende zwischen dem Tabellen-16. der Bundesliga und dem Tabellendritten der 2. Bundesliga nicht völlig sinnlos ist. Die Köpenicker waren es, die am Ende der Spielzeit 2018/19 über die zwei Entscheidungsspiele als Außenseiter den Sprung nach oben schafften. Das 2:2 beim VfB Stuttgart und ein 0:0 im Rückspiel reichten seinerzeit dank der Auswärtstorregel, um den favorisierten Erstligisten in die Knie zu zwingen.
In den sechs Jahren zuvor und in den sechs Jahren danach war die Relegation nur in seltenen Fällen richtig spannend. Der jeweilige Erstligist bekam spätestens im Rückspiel immer noch die Kurve, konnte sich mit letzter Kraft ins Ziel retten, während bei den Zweitligisten mehr und mehr die Erkenntnis reifte, dass es am Saisonende eben doch Platz eins oder zwei und der damit verbundene Direktaufstieg sein muss, um im Konzert der ganz Großen mitzuspielen.
Am Montagabend hat der SC Paderborn bewiesen, dass die Kluft zwischen den beiden Ligen womöglich doch nicht so riesig ist. Nachdem es in den vergangenen 13 Jahren nur Union geschafft hatte, reichte den Ostwestfalen ein 2:1 nach Verlängerung gegen den VfL Wolfsburg für den großen Coup. Nach 2014 und 2019 steigt Paderborn zum dritten Mal in die Bundesliga auf.







