Paul Cassirer und der Impressionismus: Vorausschauend, beharrlich, mit Hang zur Dramatik

Der Kunsthändler Paul Cassirer hat Kunstgeschichte geschrieben. Zum 100. Todestag widmet ihm die Alte Nationalgalerie in Berlin eine große Ausstellung.

Max Slevogt porträtierte die Tochter Paul Cassirers, ungewöhnlich im spontanen Motiv: „Porträt Suzanne Aimée Cassirer“ von 1901

Privatbesitz, ehemalige Sammlung Suzanne Aimée Cassirer

Max Slevogt malte 1901 Suzanne Aimé Cassirer, die kleine Tochter des Kunsthändlers Bruno Cassirer: Sie sitzt auf dem Boden inmitten eines Leporellos von hellen Bildern, ein intimes und entspanntes Porträt. In dem Jahr war der Maler aus München nach Berlin gezogen. Sein Galerist Bruno Cassirer mag dazu beigetragen haben durch das Angebot, sich für ein jährliches Mindesteinkommen von 4.000 Mark von Cassirer exklusiv vertreten zu lassen. Darüber informiert eine kleine Texttafel neben dem Bild, das jetzt in der Alten Nationalgalerie Berlin im ersten großen Saal zu sehen ist in der Ausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“.