Französische Finanzfahnder haben den Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, den Élysée-Palast, durchsucht. Zu dem Einsatz sei es am Donnerstag im Rahmen von Ermittlungen zur Vergabe von Zeremonien für die Aufnahme von Menschen in den Ruhmestempel Panthéon gekommen, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft mit. Die Durchsuchung sei vorab mit dem Élysée-Palast abgestimmt worden.
Als die Finanzfahnder Ende April ein erstes Mal unangekündigt angerückt waren, war ihnen der Zugang zu den Dienststellen des Präsidialpalasts verwehrt worden. Zuletzt gab es im Rahmen von Ermittlungen 2008 und 2018 Durchsuchungen im Élysée-Palast.Wurde ein Unternehmen bei Vergaben jahrelang bevorzugt?Dem französischen Enthüllungs- und Satireblatt »Le Canard Enchaîné« und der Zeitung »Libération« zufolge wurden die Zeremonien 22 Jahre lang, von 2002 bis 2024, von ein und demselben Unternehmen organisiert.
Jede der Feierlichkeiten sei mit rund zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt worden. Den Berichten zufolge wollen die Finanzfahnder herausfinden, ob das Unternehmen Unterstützung aus dem Élysée, dem Kulturministerium oder dem für die Vergabe zuständigen Zentrum für staatliche Monumente CMN erhalten haben könnte.













