Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 21/2026.

Wir waren erst einen knappen Kilometer außerhalb der Stadt, als eine Leichtigkeit durch meinen Körper strömte, als wäre ich gerade in einer akuten Lebensnot frisch unter Betreuung gestellt worden. Mein Ältester war bei Oma und blieb dort das erste Mal über Nacht, und mein Jüngster hatte sich eine Fahrradtour gewünscht. Obwohl ich weder gern Rad fahre noch mit Freuden die Natur betrachte, hatte ich mich breitschlagen lassen. Ich dachte: Heute entscheidet einfach mal der Kleinste selbst, was er sofort freudig annahm, als er meinte, während er seinen Helm unter dem Kinn schloss: »Jetzt machen wir mal was richtig Schönes: Ich sage den Weg, und du fährst einfach mal hinterher.«