BildstreckeMichel Lunanga / GettyIn der Demokratischen Republik Kongo grassiert seit Wochen eine seltene Variante des Ebolavirus. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine internationale Notlage ausgerufen.22.05.2026, 12.24 Uhr3 LeseminutenArlette Bashizi / ReutersEine Gesundheitsarbeiterin misst an einem Checkpoint am Rande der Stadt Goma im Osten von Kongo-Kinshasa die Temperatur einer Frau. Die Millionenstadt liegt südlich der Provinz, die am stärksten vom Ebola-Ausbruch betroffen ist. Behörden und Hilfsorganisationen bemühen sich, die Verbreitung des Virus einzudämmen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Michel Lunanga / GettyDas Virus kursiert offenbar schon seit Wochen in der betroffenen Provinz Ituri im Nordosten des Landes. Unter anderem, weil es sich bei der ausgebrochenen Variante nicht um die gängigste Form von Ebola handelt, sondern um den seltenen Bundibugyo-Stamm, wurde der Ausbruch nicht sofort entdeckt und gemeldet. Die in der Region eingesetzten Testkits erkennen die seltene Form nicht. Zudem wurde versäumt, Proben in die Hauptstadt Kinshasa zu senden.Michel Lunanga / GettyAngehörige warten auf Nachrichten aus der Quarantänestation eines Spitals in der Stadt Mongwalu, einem Epizentrum des Ebola-Ausbruchs. Beim Kampf gegen das Virus kommt erschwerend hinzu, dass es gegen die seltene Bundibugyo-Variante keine Impfung gibt. Auch die gängigen Ebola-Medikamente sind mit grosser Wahrscheinlichkeit wirkungslos. Der Bundibugyo-Stamm ist bisher erst zweimal ausgebrochen.Menschen trauern, während Gesundheitsarbeiter die Leiche eines Patienten, der vermutlich an Ebola gestorben ist, aus einem Spital in Mongwalu transportieren.Michel Lunanga / GettyMichel Lunanga / GettyEin Mann verkauft auf einem Markt in Mongwalu Gesichtsmasken. Der jetzige Ebola-Ausbruch ist der grösste seit jenem von 2018 bis 2020. Damals starben ebenfalls im Osten von Kongo-Kinshasa 3500 Personen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine internationale Gesundheitsnotlage erklärt.Michel Lunanga / GettyEine Gesundheitsarbeiterin trägt in Mongwalu eine Kiste aus einem Lagerraum mit Material zum Kampf gegen das Virus. In der betroffenen Provinz fehlt es neben wirksamen Impfstoffen und Medikamenten auch an Schutzanzügen und Leichensäcken. Hilfsorganisationen versuchen, dieses Material nun rasch einzufliegen.Bewohner laufen an einem brennenden Zelt in einem Gesundheitszentrum in der Stadt Rwampara bei Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri, vorbei. Das Feuer brach während eines Streits zwischen Angehörigen und Gesundheitspersonal aus wegen der verweigerten Übergabe der Leiche eines vermutlich an Ebola gestorbenen Patienten aus.Gradel Muyisa Mumbere / ReutersDie betroffene Region Ituri ist ein Konfliktgebiet. Es sind mehrere bewaffnete Gruppen aktiv, und in den letzten Monaten hatten sich die Kämpfe verschärft. Fast eine Million Menschen in der Gegend sind durch die Gewalt vertrieben worden.Marie Jeanne Munyerenkana / EPAPrävention gegen das tödliche Virus: Schülerinnen und Schüler in der kongolesischen Stadt Goma waschen sich die Hände.Marie Jeanne Munyerenkana / EPAGesundheitsarbeiter in Schutzanzügen desinfizieren eine Matratze aus dem Zimmer eines Ebola-Patienten in einem Spital in Mongwalu.Michel Lunanga / GettyMoses Sawasawa / APGesundheitsarbeiter transportieren einer Ebola-Patientin zu einem Gesundheitszentrum in Rwampara. Die Eindämmung des Virus wird auch dadurch erschwert, dass viele Länder in den vergangenen Jahren die Gelder für die humanitäre Hilfe gekürzt haben.Michel Lunanga / GettyDas führt vor Ort dazu, dass Personal in den Gesundheitszentren fehlt. Oder die Zentren für die Behandlung eine Gebühr von wenigen Dollar verlangen, die sich viele nicht leisten können. In Mongwalu werden Gräber für an Ebola verstorbene Personen gegraben.Angehörige wohnen in Mongwalu einer Begräbniszeremonie für eine an Ebola gestorbene Person bei.Michel Lunanga / GettyPassend zum Artikel