Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich zunehmend besorgt wegen der raschen Ausbreitung der Ebola-Infektionen im Nordosten des Kongos. Seit Beginn des neuen Ausbruchs gebe es mindestens 500 Verdachtsfälle und 130 mutmaßliche Todesfälle, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Hinzu kämen 30 bestätigte Infektionen in der Provinz Ituri. Zudem gebe es in der ugandischen Hauptstadt Kampala eine bestätigte Erkrankung sowie einen Todesfall. Adhanom Ghebreyesus äußerte sich »sehr besorgt« über das »Ausmaß und die Geschwindigkeit« der Ebola-Ausbreitung.Die WHO hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auslöser ist die seltene Virusvariante Bundibugyo. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.Am Nachmittag soll der WHO-Notfallausschuss zu Ebola tagen, wie Adhanom Ghebreyesus in Genf weiter sagte. Die mit der Krankheit vertrauten unabhängigen Expertinnen und Experten wollen demnach Empfehlungen ausarbeiten, wie mit dem Ausbruch umgegangen werden soll.Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner soll derweil in Deutschland versorgt werden. Die US-Behörden hätten die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert habe, teilte das Gesundheitsministerium in Berlin mit. Derzeit werden Vorkehrungen getroffen, ihn in Deutschland aufzunehmen und behandeln zu können. Nähere Angaben wurden vorerst nicht gemacht.
Ebola in Uganda und Demokratischer Republik Kongo: WHO geht jetzt von mindestens 130 Ebola-Toten aus
Die Zahlen der Verdachts- und mutmaßlichen Todesfälle durch die seltene Ebola-Variante Bundibugyo steigen schnell. Nun soll der Notfallausschuss der WHO Empfehlungen zum Umgang mit dem Ausbruch ausarbeiten.










