NS-Geschichte in Cannes: Der Urgroßvater, ein Nazi-Kollaborateur

Ein Mann mit Ambitionen dient sich dem Vichy-Regime an. Der Schauspieler Swann Arnaud trägt den Film „Notre Salut“ mit verkniffenem Blick.

Ein Mann seiner Zeit: Henri Marre (Swann Arnaud) in „Notre Salut“

Festival de Cannes

So ein Briefwechsel ist ein ziemlich schweres Gepäck. Die Urgroßeltern des Regisseurs Emmauel Marre, Henri und Pauline Marre, schrieben sich diese Briefe in den vierziger Jahren, als sie getrennt lebten, weil Henri allein nach Vichy aufgebrochen war. Er wollte sich dem gleichnamigen Regime dort andienen. Emmanuel Marre ließ sich für seinen Film „Notre Salut“, den er im Wettbewerb von Cannes vorstellte, von diesen Briefen inspirieren.