Im einzigen erhaltenen Asteroidenkrater auf der koreanischen Halbinsel hat ein Forschungsteam Spuren von Mikroorganismen gefunden, die zeigen sollen, dass an genau solchen Orten vor 2,4 Milliarden Jahren erste „Sauerstoffoasen“ geschaffen wurden. Damit könnte diese Art von Umgebung auf der Erde eine entscheidende Rolle bei der Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff gespielt haben, meint die Forschungsgruppe vom Korea Institute of Geoscience and Mineral Resources (KIGAM). Und auch auf dem Mars könnte man genau dort Spuren von einstigem Leben finden, schließen sie aus ihrem Fund. Dabei ist der Krater selbst gerade einmal rund 42.000 Jahre alt und stammt gar nicht aus der Frühgeschichte der Erde.

Rückschlüsse auf die Frühgeschichte der Erde

Bei den Spuren handelt es sich um sogenannte Stromatolithen, das sind geschichtete Sedimentstrukturen, die durch Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen entstehen. Gefunden wurden die in einem großen Asteroidenkrater in der südkoreanischen Provinz Hapcheon. Die jetzt vorgestellte Analyse legt nahe, dass sich die Mikroorganismen in einer Seenlandschaft angesiedelt haben, die nach dem Einschlag in dem Krater entstanden ist. Das könnte demnach auch früher in der Erdgeschichte geschehen sein, die bei solchen Einschlägen freigesetzte Wärme habe das Wasser warm und mineralreich gehalten, ideal für die Entstehung von Mikroorganismen. Während es sich um den ersten Fund an solch einem Ort handle, gehörten Stromatolithen anderswo zu den ältesten Zeugnissen von biologischem Leben.