Ehemaliger Grünen-Politiker Beck (l.), Zentralrats-Chef Schuster (2022): Im Visier der Quds-Brigaden?
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Im Fall einer mutmaßlich geplanten Anschlagsserie des iranischen Geheimdienstes in Deutschland hat die Bundesanwaltschaft nach SPIEGEL-Informationen Anklage gegen zwei Männer erhoben.Laut der Anklage, die vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg erhoben wurde, soll der aus Afghanistan stammende Däne Ali S. für den Geheimdienst der iranischen Revolutionswächter gearbeitet und mögliche Attentate in Deutschland vorbereitet haben. Zudem habe der 54-Jährige in engem Kontakt zu den Quds-Brigaden gestanden, einer Spezialeinheit der Revolutionswächter. Diese ist auf Operationen außerhalb des iranischen Staatsgebiets spezialisiert.
Anfang 2025 erhielt S. den Ermittlungen zufolge aus Teheran den Auftrag, Informationen über zwei potenzielle Zielpersonen zu beschaffen, auf die offenbar Mordanschläge verübt werden sollten: Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Volker Beck, ehemaliger Grünenpolitiker und Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.










