An diesem Donnerstag bringen die Grünen einen Antrag ins Abgeordnetenhaus ein, ganz heimlich, still und leise, der es in sich hat. Ohne Debatte wird er in den Kulturausschuss überwiesen. Dabei ist der Antrag so ambitioniert wie übergriffig.
Er soll die Geschichtsschreibung ändern: unseren Blick auf das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, auf das Ende des Faschismus, auf das Ende des beispiellosen Mordens, auf die deutschen Täter und ihre Verbündeten, auf die Opfer, aber vor allem: unseren Blick auf die Befreier. Die Grünen wollen den Russen das Gedenken entreißen und selbst darüber bestimmen, wer wie mit wem wessen gedenken darf.
Espen Eichhöfer/Ostkreuz
Zur Person
Alexander King, geboren 1969 in München, ist Politiker des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) und Spitzenkandidat seiner Partei für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September.Zuvor war King viele Jahre Mitglied der Linkspartei, 2023 trat er aus jener Partei aus und schloss sich dem BSW an. Seitdem sitzt er als fraktionsloser Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus.






