Es sind monumentale Orte, an denen die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Stein gemeißelt steht: der Triumphbogen im Tiergarten, die kolossale Soldatenfigur im Treptower Park, der Obelisk in der Schönholzer Heide und das Mahnmal im Bucher Schlosspark. Vier sowjetische Ehrenmale auf Berliner Stadtgebiet erinnern an mehr als 20.000 Rotarmisten, die in der Schlacht um Berlin fielen – und an die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee.
Genau diese Orte sollen nach dem Willen der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus ein neues Gesicht bekommen. In einem aktuellen Antrag fordern sie den Senat auf, ein „umfassendes Konzept zur historisch-kritischen Einordnung“ vorzulegen. Der Senat soll bis Ende Oktober 2026 berichten.
Nicht der erste Vorstoß zur „kritischen Einordnung“
Mehrsprachige Informationstafeln und digitale Vermittlungsangebote sollen die „Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee würdigen und zugleich die Entstehung, Gestaltung und Funktion der Ehrenmale im Kontext der stalinistischen Erinnerungspolitik und des Zweiten Weltkriegs einschließlich des Hitler-Stalin-Pakts beleuchten“. Sichtbar werden soll auch die Vielfalt der Roten Armee – ihre Gefallenen kamen aus der Ukraine, Belarus, dem Kaukasus und Zentralasien. Und schließlich geht es um den Schutz vor „nationalistischer, revanchistischer oder kriegsverherrlichender“ Instrumentalisierung. So lautet die Forderung in einem aktuellen Grünen-Antrag im Berliner Abgeordnetenhaus.







