Astronautin Adenot: Kurzfilme aus 400 Kilometer Höhe
An jedem Sonntagvormittag dreht die französische Esa-Astronautin Sophie Adenot kurze Videoclips auf der Internationalen Raumstation (ISS). Darin erklärt die 43-jährige Hubschrauber-Testpilotin ihren Social-Media-Fans physikalische Phänomene in der Schwerelosigkeit. Mal geht es in den Kurzfilmen aus 400 Kilometer Höhe um schwebende Wassertropfen, mal um das Verhalten von Kreiseln in der Schwerelosigkeit, mal um die Frage, wie man im Weltall eigentlich Dinge wiegt.
Doch ein physikalisches Phänomen lässt sich auch direkt an der Raumfahrerin selbst beobachten: Die langen blonden Haare schweben meist offen um ihren Kopf. Adenot ist die zweite Französin im All – und nicht die erste Raumfahrerin, die ihre Haare offen trägt. Doch sie zelebriert ihre Frisur bewusst.
In einer Live-Videoschalte mit europäischen Journalistinnen und Journalisten berichtete Adenot am Mittwoch von einem verblüffenden physikalischen Effekt, den sie regelmäßig erlebt: »Die Haare fallen nicht aus« – denn dafür sei eine Kraft nötig. Doch die fehle in der Schwerelosigkeit, so Adenot, die auch zu diesem Termin ihre Haare offen trug.
Auch bei der Astronautin sterben natürlich regelmäßig Haare ab, das ist Teil des normalen Haarzyklus und kein Anzeichen für krankhaften Haarausfall. Ein Verlust von bis zu 100 Haaren pro Tag gilt als normal. Damit sie sich vom Kopf lösen, braucht es im Weltall jedoch einen Einfluss von außen. Adenot erklärte, sie bürste ihre Haare zweimal täglich. »Das ganze Haar sammelt sich in meiner Bürste und fällt nicht auf den Boden« – und landet damit auch nicht im Lüftungssystem der Raumstation.










