Die NASA-Sonde Psyche hat auf ihrem Weg zu dem metallreichen Asteroiden desselben Namens am Mars Schwung geholt und die geplante Kurskorrektur erfolgreich durchgeführt. Das hat die US-Weltraumagentur jetzt mitgeteilt und dazu zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht, die die Sonde vom Roten Planeten gemacht hat. Insgesamt hat der Vorbeiflug in etwa 4600 km Entfernung der Sonde einen Schub von etwa 1600 km/h gegeben, ohne dass dafür Treibstoff benutzt werden musste. Die Verantwortlichen haben den Fly-by genutzt, um alle Instrumente an Bord zu überprüfen und für die Ankunft am Asteroiden Psyche zu üben. Den soll die Sonde 2029 erreichen.

Außergewöhnlicher Himmelskörper als Ziel

Die Psyche-Sonde ist am 13. Oktober 2023 gestartet. Von den anderthalb Millionen Asteroiden im Asteroidengürtel sind nur etwa neun überwiegend metallisch – der Psyche-Asteroid ist der größte von ihnen. Deshalb ist er für die Forschung besonders interessant, weshalb die Sonde zu ihm geschickt wurde. Derzeit geht man davon aus, dass es sich bei dem Himmelskörper um den verbliebenen Kern eines ehemaligen Planeten handelt. Die Analyse verspricht daher einzigartige Erkenntnisse. In den ersten Monaten der Mission hat die NASA über Rekordentfernungen per Laser mit der Sonde kommuniziert und damit die Funktionsfähigkeit dieser Kommunikationsmethode unter Beweis gestellt. Im Frühjahr 2024 wurden dabei über eine Distanz von fast 230 Millionen Kilometern Daten mit 25 Mbit/s übertragen.