Deutschlands Ruheständler sind häufig gar nicht so arm, wie viele denken. Das will zumindest das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) herausgefunden haben. Selbst in jenen Haushalten, deren Rente geringer ausfällt, so das Ergebnis der Studie, steht oft recht viel Vermögen zur Verfügung. Das IW zieht daraus den Schluss, dass die Alterssicherung in Deutschland besser sei als ihr Ruf. Und das Institut warnt vor einer Umverteilung im gesetzlichen Rentensystem. Die Argumentation wirkt schlüssig, ist aber unvollständig. Denn man könnte aus den Zahlen zum Beispiel auch herauslesen, dass die Vermögensbildung in Deutschland besser als gedacht funktioniert.