PfadnavigationHomePanoramaFeminismus„Wieso sollten sich alle Männer entschuldigen?“ – Senta Berger hält nichts von jungen FeministinnenStand: 10:12 UhrLesedauer: 2 MinutenTV-Star Senta BergerQuelle: Sven Hoppe/dpa„Ich halte das für falsch, ein ganzes Geschlecht zu kriminalisieren“, sagt Schauspielerin Senta Berger – und stellt sich gegen pauschale Kritik an Männern. Emanzipation könne nur mit ihnen gemeinsam funktionieren.Schauspielerin Senta Berger hält nichts von jungen Feministinnen, die in Männern ein grundsätzliches Problem sehen. „Ich dachte, wir wären schon weiter. Ich halte das für falsch, ein ganzes Geschlecht zu kriminalisieren“, sagte die 85-Jährige dem „Stern“.Mit Blick auf aktuelle Debatten, etwa über den Schauspiel-Kollegen Christian Ulmen, sagte sie: „Wieso sollten sich alle Männer dafür entschuldigen, weil ein Christian Ulmen oder sonst jemand seine Frau gedemütigt hat?“ Emanzipation könne nur gemeinsam mit den Männern funktionieren, betonte der TV-Star. „Und ich denke, viele Männer waren und sind um Fortschritte bemüht.“Lesen Sie auchDie MeToo-Debatte über sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch sei wichtig gewesen und habe die Situation für junge Kolleginnen in der Filmbranche deutlich verbessert, sagte Berger. „Jedoch habe ich das Gefühl, dass manche junge Männer heute eher verunsichert sind und sich teilweise nicht mehr trauen, einer Frau Komplimente zu machen. Das wäre schade.“„Man gewöhnt sich nicht daran“Angesprochen auf die Todesfälle ihres Ehemanns Michael Verhoeven und ihres langjährigen Freundes und Filmpartners Mario Adorf sagte Berger: „Machen Sie sich keinerlei Hoffnung, es wird nie besser, jeder Tod eines geliebten Menschen ist aufs Neue grausam. Man gewöhnt sich nicht daran.“ Verhoeven war im April 2024, kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, im Alter von 85 Jahren gestorben. Adorf starb am 8. April dieses Jahres mit 95 Jahren in Frankreich.dpa/kna/jho