Heute geht es um Putins Besuch bei seinem Herrn und Meister, die öffentlichen Auftritte der Altkanzlerin, in Würde alternde Torwarte und um den Führerschein.

Wladimir Putin ist in Peking eingetroffen, heute steht die Autokratenaudienz bei Xi Jinping auf dem Plan. Oder, wie der Kreml das nennt: Gespräche zum Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder (lesen Sie hier Hintergründe zum Besuch). Ein Austausch unter Gleichen? Haha. Bei Xi und Putin ist klar, wer Koch ist und wer Kellner. Längst gibt Russland den Juniorpartner Chinas, oder wie Ex-Sicherheitskonferenz-Chef Christoph Heusgen das mal mit Blick auf Putins Öllieferungen ausgedrückt hat: »Russland ist jetzt eine Discounttankstelle für China.«

Chinesische Jubeljugend am Dienstagabend vor Putin-Maschine: »Discounttankstelle«

Die Abhängigkeit bedeutet auch: Ohne das Einverständnis von Xi könnte Putin seinen Krieg in der Ukraine nicht fortsetzen. China könnte Russland den Stecker ziehen. Das will Xi aber offensichtlich nicht; seit vier Jahren steht er unverbrüchlich an der Seite des Aggressors.

Der Kanzler derweil hat von der »Hoffnung« gesprochen, »dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden«. Aber Friedrich Merz ist Realpolitiker. Deshalb hat er seiner Hoffnungsbekundung folgenden Satz vorgeschaltet: »Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China.«