Google verzahnt seine Dienste künftig stärker mit dem Online-Shopping. Der auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 vorgestellte „Universal Cart“ soll als zentraler Warenkorb fungieren, in den Nutzer Produkte direkt aus der Google-Suche, dem KI-Assistenten Gemini, YouTube oder Gmail legen können – ohne zwischen verschiedenen Apps oder Websites wechseln zu müssen.

Technische Grundlage soll Googles Shopping Graph sein, den Google als umfassendstes Produktdatenverzeichnis weltweit bezeichnet. Er umfasse aktuell über 60 Milliarden Produktlistings, die kontinuierlich aktualisiert werden. Diesen Shopping-Graph will Google mit seinen KI-Modellen kombinieren, um das Einkaufserlebnis grundlegend neu zu gestalten.

Googles Universal Cart zeigt unter anderem eventuelle Inkompatibilitäten mit anderen Produkten an.

(Bild: Google)

Sobald ein Artikel im Warenkorb landet, soll das System im Hintergrund aktiv werden: Es verfolge Preisänderungen, zeige die Preisentwicklung im Zeitverlauf an und benachrichtige, wenn ein ausverkaufter Artikel wieder verfügbar sei. Ferner soll der Warenkorb auf Basis von Googles Gemini-Modellen mögliche Probleme erkennen, bevor sie entstehen. Als Beispiel nennt Google die Zusammenstellung eines PCs aus Komponenten verschiedener Händler: Das System soll dabei proaktiv auf Inkompatibilitäten hinweisen und Alternativen vorschlagen. Über eine Integration in Google Wallet sollen außerdem Zahlungsvorteile, Treuepunkte und Händlerangebote automatisch berücksichtigt werden.