Inklusion am Kinder- und Jugendtheater: „Viele können sich nicht mal vorstellen, dass ich Taub bin“
Jan Kress entwickelt am Berliner FELD-Theater inklusives Kinder- und Jugendtheater. Er ist der erste festangestellte Taube Künstler an einem deutschen Theater.
Schauspieler und Theatermacher Jan Kress im Stück „SINNich“
Philipp Weinrich
Jan Kress steht auf der Bühne, gedimmtes, leicht rötliches Licht. Die Musik hat einen lauten Bass, vibriert. Aus seiner Hosentasche holt er ein Parfüm, zuckt mit den Schultern und sprüht es sich aufs Handgelenk. Dampf steigt auf, windet sich um seinen Arm. Kress beobachtet das, riecht und beginnt sich mit ihm zu bewegen. Fließend, wabernd, während sich der Dampf im kleinen Theatersaal verteilt. Kress besprüht sich immer mehr mit dem Parfüm, um den Kopf, in die Haare, in den Mund, verzieht angeekelt das Gesicht.







