Nina Gühlstorff ist Regisseurin am Mecklenburgischen Staatstheater. Sie will Theater für alle machen und geht dafür ins Schweriner Plattenbaugebiet.

Szene aus dem Theaterstück „Parlament der Dinge“ am Mecklenburgischen Staatstheater

Silke Winkler

„Meine Kinder hatten noch nie ein Theaterticket in der Hand“, zitiert Nina Gühlstorff den Lehrer einer Schulklasse beim Eintritt in das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin. Gühlstorff ist hier Hausregisseurin für Öffnungsprojekte. Das heißt, dass sie die Türen des Theaters für alle möglichen Leute öffnen wolle, wie sie selbst sagt.

Der Lehrer der Schulklasse habe darauf bestanden, dass jedes Kind persönlich seine Eintrittskarte in die Hand bekommt, um sie anschließend zum ersten Mal in einem Theater einzulösen. „Wenn man selbst eine Klassenreise hinter sich hat, dann ist man für solche Themen sensibel“, sagt Gühlstorff, der die Position als Regisseurin am Staatstheater nicht in die Wiege gelegt wurde.