Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat einen neuen Satelliten in die Umlaufbahn der Erde gebracht, der drei Jahre lang den Sonnenwind und seine Wirkung auf das Magnetfeld der Erde untersuchen soll. Die ESA in Darmstadt hat am Dienstag den erfolgreichen Start des Satelliten Smile mit der europäischen Rakete Vega-C in Kourou in Französisch-Guayana gemeldet. Demnach hat sich in der Umlaufbahn das Sonnensegel mit den Solarzellen am Satelliten entfaltet, sodass der Flugkörper Energie erhält und einsatzfähig ist.Bei dem Forschungsvorhaben arbeitet die ESA mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zusammen. Die beiden Organisationen teilen sich nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation die Kosten von 260 Millionen Euro.Der Satellit untersucht mit Röntgenstrahlen das Magnetfeld der Erde und seine Verformung durch Sonnenstürme, wie die ESA erläutert hat. „Wir stehen kurz davor, etwas zu erleben, was wir noch nie zuvor gesehen haben – die unsichtbare Schutzhülle unserer Erde“, sagte Generaldirektor Josef Aschbacher. Die Effekte, die nun erforscht werden könnten, seien ein Rätsel geblieben, seit vor mehr als 70 Jahren entdeckt worden sei, dass die Erde von ihrem Magnetfeld geschützt werde.Mit den chinesischen Wissenschaftlern arbeite die ESA schon seit 25 Jahren zusammen. Die neue Mission sei ein Beispiel für die internationale Kooperation für wissenschaftliche und friedliche Zwecke.
Neuer ESA-Satellit: Smile erforscht magnetischen Schutzschild
Mit Röntgenstrahlen untersuchen die europäischen Raumfahrer, wie das Magnetfeld der Erde den Planeten schützt. Dabei arbeiten sie mit chinesischen Wissenschaftlern zusammen.











