Maryam Schodschaei ist 21 Jahre alt, als sich die Nationalmannschaft Irans 1997 für die Weltmeisterschaft im darauffolgenden Jahr in Frankreich qualifiziert. Für die junge Frau werden die Freudenfeiern in den Straßen Teherans zu einem einschneidenden Erlebnis. Für ihren jüngeren Bruder Masoud ebenfalls: Er wird Profi, spielt für CA Osasuna in Spanien und 2006, 2014 und 2018 für die iranische Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften. Bis heute ist er der einzige iranische Fußballspieler, der an drei WM-Turnieren teilgenommen hat. Als Kapitän des Teams macht er sich zur Aufgabe, was seine Schwester durch ihren Aktivismus erreichen will: die Aufhebung des Stadionverbots für Iranerinnen. „Azadi Means Freedom“ (dt.: Azadi heißt Freiheit) ist der Titel des Buchs, das Maryam Schodschaei über das jahrelange gemeinsame Engagement der Geschwister geschrieben hat: „Ich wurde als Rebellin geboren, er als Feminist“, sagt sie.
Iran und die WM: Sie sind die Geschwister der Freiheit
Maryam Schodschaei und ihr Bruder Masoud kämpfen dafür, dass sich das Leben in Iran verändert. Der frühere Nationalspieler wurde deshalb bestraft. Trotzdem will die Autorin, dass das Land an der Fußball-WM teilnimmt. Warum?







