Trotz Boykott und Protesten beim ESC: Warum Israel in Wien so erfolgreich war

Unerwartet viele Zuschauer stimmten für Noam Bettan. Der Erfolg verdankt sich dem Voting-System, gezielter Werbung – und seinem Song „Michelle“.

Sammelte mit „Michelle“ sehr viele Zuschauerstimmen: Israels ESC-Kandidat Noam Bettan

Hannibal Hanschke/epa

KNA / taz | Es war das beherrschende Thema des diesjährigen Eurovision Song Contest: die Proteste um die Teilnahme Israels. Gleich fünf Länder boykottierten den Musikwettbewerb, schon im Halbfinale erntete Israels Auftritt einige Buh-Rufe, und am Samstag vor dem Finale demonstrierten Hunderte Menschen vor der Wiener Stadthalle. Doch am Ende stand Israel mit „Michelle“ von Noam Bettan kurz vor dem Sieg, weil es sehr viele Zuschauerstimmen sammelte – was ebenfalls mit Buh-Rufen quittiert wurde. Erst im letzten Moment landete Israel nur auf dem zweiten Platz. Wie passt das zusammen?