PfadnavigationHomePanoramaVirus auf KreuzfahrtschiffKanada bestätigt weiteren Hantavirus-Fall – „Hondius“ in Rotterdam erwartetStand: 06:14 UhrLesedauer: 2 MinutenVorbereitungen am Hafen von Rotterdam für die Ankunft der „Hondius“Quelle: AFP/ROBIN UTRECHTNach dem Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“ bestätigt Kanada eine weitere Infektion. Das Kreuzfahrtschiff wird inzwischen in Rotterdam erwartet – an Bord noch immer Besatzungsmitglieder, medizinisches Personal und die Leiche einer Deutschen.Nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ hat die kanadische Gesundheitsbehörde bei einer von vier mitreisenden Personen einen positiven Hantavirus-Test bestätigt. Eine zweite Person, die als Reisepartner des bestätigten Falls unterwegs war, sei negativ getestet worden, hieß es in der Erklärung am Sonntag. Das Paar sei in seinen 70ern und befinde sich in einem Krankenhaus in Victoria. Die vier Kreuzfahrtpassagiere waren am vergangenen Sonntag nach Kanada zurückgekehrt. Neben dem Paar aus der Provinz British Columbia waren noch eine Person in den 70ern von Vancouver Island und eine weitere Person in den 50ern aus British Columbia, die im Ausland lebt, an Bord. Alle befinden sich den Angaben zufolge in Isolation. Der kanadische Fall ist die zehnte bestätigte Infektion von Bord.Lesen Sie auchDie kanadische Gesundheitsbehörde betonte, dass das Risiko für die kanadische Bevölkerung gering bleibe und dass vorsorglich Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen würden. Kreuzfahrtschiff nach Evakuierung in Rotterdam erwartetDie unter niederländischer Flagge fahrende „Hondius“ wird am Montag in Rotterdam erwartet. In der niederländischen Hafenstadt werden die letzten 27 Menschen von Bord gehen. Es handelt sich um 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Mitarbeiter, die nach der Evakuierung der Passagiere auf dem Schiff geblieben waren. An Bord ist auch noch die Leiche einer Deutschen, die am 2. Mai an den Folgen einer Infektion gestorben war.Das Kreuzfahrtschiff hatte nach dem Ausbruch des Virus tagelang in Kap Verde vor Westafrika gelegen. Drei Erkrankte starben. Weitere Infizierte wurden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Bord geholt. Anschließend setzte das Schiff mit mehr als 140 Menschen an Bord seine Reise nach Teneriffa fort, wo die Passagiere in ihre Heimatländer evakuiert wurden. Lesen Sie auchNach der Ankunft in Rotterdam wird das Schiff nach Angaben des niederländischen Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions gründlich gereinigt und desinfiziert, alle Menschen an Bord müssen vorerst in Quarantäne oder Selbstisolation.Das Hantavirus wird vor allem durch Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen übertragen. Tests bestätigten, dass sich mehrere Passagiere der Hondius mit einem in Südamerika vorkommenden Hantavirus-Typ infiziert hatten – der einzigen bekannten Variante, die von Mensch zu Mensch übertragbar ist.AP/AFP/jmr