nach Hantavirus-AusbrucH : Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in Rotterdam eingetroffen18.05.2026, 11:37Lesezeit: 2 Min.In Rotterdam dürfen die letzten 27 Menschen von Bord gehen. Anschließend soll das Schiff gründlich gereinigt und desinfiziert werden.Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist am Montag in Rotterdam eingetroffen. Das Schiff legte am Vormittag im Hafen der zweitgrößten Stadt der Niederlande an, wo die letzten 27 Menschen von Bord gehen sollten. Es handelt sich um 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Mitarbeiter, die nach der Evakuierung der Passagiere auf dem Schiff geblieben waren. Auch die Leiche einer Deutschen, die am 2. Mai an den Folgen einer Hantavirus-Infektion gestorben war, sollte von Bord gebracht werden.Nach der Ankunft in Rotterdam soll das Schiff nach Angaben des niederländischen Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions gründlich gereinigt und desinfiziert werden, alle Menschen an Bord müssen vorerst in Quarantäne oder Selbstisolation. Dafür wurde im Hafen von Rotterdam bereits ein Containerdorf aufgebaut.Passagier aus Kanada positiv getestetAm Wochenende war ein von dem Schiff evakuierter Passagier in Kanada positiv getestet worden. Der Erkrankte habe sich im kanadischen Bundesstaat British Columbia in Quarantäne befunden und sei „vorläufig positiv“ auf die Andes-Variante des Hantavirus getestet worden, erklärte das kanadische Gesundheitsministerium am Samstag. Es handele sich um einen von vier kanadischen Passagieren, die an Bord der „Hondius“ mitgereist waren.Der Patient und dessen Lebensgefährte seien mit milden Krankheitssymptomen zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden.Die WHO hatte die Zahl der Hantavirus-Fälle in Zusammenhang mit der „Hondius“ vergangene Woche auf zehn beziffert, acht davon seien in Labors bestätigt worden. Drei Infizierte starben, darunter eine Frau aus Deutschland.