Der deutsche Inlandsgeheimdienst macht Ernst beim Thema digitale Souveränität: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat eine neue Software zur Analyse großer Datenmengen erworben. Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung fiel die Wahl dabei nicht auf den umstrittenen US-Marktführer Palantir, der seit Jahren massiv in den deutschen Sicherheitsmarkt drängt. Vielmehr habe das französische Unternehmen ChapsVision den Zuschlag erhalten.
Damit will die Bonner Behörde laut den Berichten gezielt ein Zeichen gegen die technologische Abhängigkeit von US-Anbietern setzen, die vielen Sicherheitsbehörden zunehmend übel aufstößt. BfV-Präsident Sinan Selen deutete diesen Kurs bereits Ende 2025 auf einer internen Konferenz in Berlin an. Er hob damals hervor, für die Sicherheit sei entscheidend, geostrategisch richtige Entscheidungen zu treffen und den europäischen Fokus zu schärfen. Es gelte, die Souveränität zu stärken und Alternativen zu bieten, statt sich in langfristige Abhängigkeiten zu begeben.
Mit dem Kauf des Produkts der Firma ChapsVision, die dem Tech-Unternehmer Olivier Dellenbach gehört, setzt das Amt diese Ankündigung nun in die Praxis um.
Französische KI statt US-Import









