ie Sonne ist an diesem Feierabend schon hinter den hohen Häusern in der Luisenstraße verschwunden, angenehm warm ist es trotzdem noch, auch ohne Jacke. Es ist einer der ersten Abende des Jahres, der sich ein wenig nach Sommer anfühlt. Kein Wunder, dass man vor der Tagesbar „Donna Luise“ erst mal keinen freien Tisch findet. Wer will schon bei diesem Wetter drinsitzen?

Geöffnet hat „Donna Luise“ seit November 2025. Davor war an derselben Adresse im Univiertel für einige Monate das „Don“ untergebracht, eine Galerie für Münchner Künstler mit angegliedertem Café. Das Donna-Team sei eher zufällig auf die Räumlichkeiten gestoßen, sagt Betreiberin Hannah Frühbeis. Sie hätten eigentlich eine neue Bürofläche für ihr Start-up gesucht. Die haben sie in der Luisenstraße gefunden. Weil Frühbeis und ihre Kollegen schon länger in der Gastronomie tätig sind, bot es sich an, den vorderen Teil der Räume dafür zu nutzen.

An den Wänden hängen abstrakte Gemälde einer Münchner Künstlerin. Ansonsten ist der Innenraum schlicht in Weiß und Königsblau gehalten. Der Name erinnert noch an die alte Zwischennutzung, aus dem Don wurde Donna. Das Team wollte den Namen – das italienische Wort für „Dame“ – laut Frühbeis personifizieren. Also ist das Logo jetzt eine lächelnde Figur, in einer Hand eine dampfende Kaffeetasse, in der anderen ein Martiniglas. Dazu passend bekommt man in der Tagesbar sowohl Cappuccino als auch Aperitivo.