Kevin Warsh ist nervös, seine Hände verraten das. Sie drehen einen Stift, mit dem er sich gelegentlich Notizen macht, hin und her, hin und her. Warsh, 56, hat wochenlang auf diesen Tag gewartet, der mitentscheiden wird, ob er der nächste Chef der US-Notenbank wird. Jetzt haben die Fotografen im holzvertäfelten Saal des Dirksen Senate Office Building ihre Objektive auf ihn gerichtet, sitzen ihm die Senatoren des Bankenausschusses gegenüber. Bereit, ihre Fragen auf ihn abzufeuern wie Pfeile. Draußen auf dem Flur ist der Andrang so groß, dass die Beamten der United States Capitol Police schon Minuten vor Beginn der Anhörung niemanden mehr einlassen.