Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Notenbank

Der US-Senat hat den von Präsident Donald Trump nominierten Wirtschaftsexperten Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank bestätigt. Für den ehemaligen Fed-Gouverneur stimmten 54 Senatorinnen und Senatoren, 45 votierten dagegen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist dies die knappste Mehrheit, die je bei der Bestätigung eines Fed-Chefs erzielt wurde.

Die Abstimmung gilt als weiterer Höhepunkt im angespannten Verhältnis zwischen dem Weißen Haus und der Federal Reserve. Trump hatte die Notenbank in den vergangenen Monaten wiederholt öffentlich kritisiert und niedrigere Zinsen gefordert.

Dabei griff er auch den bisherigen Fed-Chef Jerome Powell persönlich an. An den Finanzmärkten lösten diese Attacken Sorgen über die politische Unabhängigkeit der Zentralbank aus.

Bereits Ende April hatte der Bankenausschuss des Senats Warshs Nominierung gebilligt. Während die Republikaner geschlossen hinter dem Kandidaten standen, lehnten die Demokraten ihn geschlossen ab. Sie warnten davor, Trump könne über Warsh Einfluss auf die Geldpolitik nehmen.