Die Lage ist so ernst, dass der Kanzler auch grammatikalisch zum Äußersten schreitet: zum Futur II. „Wenn wir es richtig machen“, sagt Friedrich Merz, „dann werden diese Jahre der großen welthistorischen Bewegung im Rückblick Jahre der Weiterentwicklung und der Stärkung des geeinten Europas gewesen sein.“ Alles hänge jetzt daran, ob Europa dem Rat des Mannes folge, der an diesem Himmelfahrt-Vormittag hinter ihm sitzt: Mario Draghi. Der Italiener wird hier im Krönungssaal des Aachener Rathauses für seine Verdienste um die EU mit dem Karlspreis ausgezeichnet.